Marksburg - Höhenburg am Mittelrhein

Die Marksburg am Rhein liegt in Rheinland-Pfalz ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein, eine Ritterburg wie aus dem Lehrbuch!

Über den Wolken die Marksburg, darunter der Rhein. Foto: www.marksburg.de


Einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein

Ritterburg wie aus dem Lehrbuch - die Marksburg von Norden gesehen. Foto: DBV 2005

Die Marksburg ist die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein, eine Ritterburg wie aus dem Lehrbuch!

Hier zwischen Bingen und Koblenz, einem Gebiet, das von der UNESCO zum „Weltkulturerbe“ ernannt wurde, gibt bzw. gab es im Durchschnitt alle 2,5 km eine Burg – über 40 sind noch mehr oder weniger erhalten!

Viele kann man romantisch an den Ufern und auf den Höhen sehen und mehrere besichtigen. Die allermeisten dieser Burgen sind aber „Neubauten“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie waren alle zu Ruinen geworden – entweder durch Zerstörung, meist durch die Schweden im 30-jährigen Krieg, oder erst durch Ludwig XIV. im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689, oder einfach durch Aufgabe der Nutzung und anschließenden Verfall.

Rheinreise mit Abstecher ins Mittelalter

Im 19. Jahrhundert hat man dann viele Ruinen im Zeitalter der Romantik wieder auf- oder ausgebaut, z. B. Rheinstein, Sooneck, Katz und Maus und Lahneck. Und Stahleck wurde wieder rekonstruiert, weil die Bacharacher fanden, ihr Städtchen brauche als Tüpfelchen auf dem i auch wieder seine Burg...

Auch Stolzenfels auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Braubach ist eine bedeutende Hervorbringung der Romantik – aber eben auch keine echte Burg mehr. Ganz wenige Ausnahmen wie Pfalzgrafenstein und eben die Marksburg haben die Zeiten überdauert und erlauben uns heute einen Blick in frühere Jahrhunderte.

Der Wert und die Bedeutung der Marksburg liegen also vor allem in ihrer vollständigen Erhaltung als mittelalterliche Wehranlage. Die imposante Festung hauptsächlich aus dem 14. Jahrhundert staffelt sich mit Bergfried, mehreren Baugruppen, Zwingern und Bastionen auf einem Felskegel über dem romantischen Städtchen Braubach und ermöglicht heute – auch durch sehenswerte, typische Innenräume wie Burgküche, Rittersaal, Kemenate, Kapelle, Rüstkammer, Weinkeller, Wehrgänge und Turmstuben – eine Reise ins Mittelalter!

Unglaublich, aber wahr - Kopie der Marksburg in Japan

Rheinische Burgenromantik hat ihren Reiz. Wenig bekannt ist aber, dass sich die Baukunst unserer Vorfahren auch auf der Höhe des Äquators bewundern lässt.
Genauer: Auf Miyako Island, 300 km südlich der japanischen Pazifikinsel Okinawa.

Zwischen Zuckerrohrplantagen und dem türkisblauen Meer stehen hier originalgetreue Kopien deutscher Landhäuser, eines Herrenhauses - und der Marksburg.
"Ueno German Culture Village" heißt das Ausflugsziel auf der strukturschwachen und nicht sehr großen Insel Miyako.

Die Geschichte nahm 1988 ihren Anfang. Vier Abgesandte der Insel reisten damals durch Deutschland und suchten nach einem Highlight für ihr geplantes deutsches Dorf. Aber die Besitzerin der Marksburg, die Deutsche Burgenvereinigung, fand einen Abriss und eine anschließende Weltumrundung ihrer im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Burg nicht so gelungen - Zitat des Präsidenten: "Wir sind eine Initiative für die Erhaltung der Burgen und nicht für deren Umsiedlung." - und hatte die Idee mit der Kopie, nicht zuletzt, um in Japan die echte Marksburg bekannt zu machen.

Den Japanern gefiel dieser Gedanke, und nach einigen Verhandlungen war die Sache besiegelt. 1996 war die japanische Marksburg im Verhältnis 1:1 fertig,

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (05.04.2013)