Deutsches Museum München - das tollste Museum der Welt

Wie kein anderes Museum der Welt präsentiert das Deutsche Museum in München den technischen Fortschritt und die technisch-naturwissenschaftlichen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts.

Foto: Deutsches Museum


Museum von Weltrang mit 1,4 Millionen Besuchern jährlich

Deutsches Museum Verkehrszentrum, Halle III. Foto: Deutsches Museum

Es ist eines der ersten naturwissenschaftlichen Museen der Welt mit dem größten Bestand an wertvollen technischen und naturwissenschaftlichen Originalexponaten.

Mit rund 55.000 qm Ausstellungsfläche ist es nicht nur eines der größten Museen der Welt, es ist auch eines der erfolgreichsten: Jährlich besuchen ca. 1,4 Millionen Menschen aus aller Welt das Deutsche Museum und sind fasziniert und begeistert – zwei Drittel von Ihnen sind Jugendliche oder junge Erwachsene.

Zwei Nobelpreisträger aus Bayern - Ernst Otto Fischer, Chemie, und Rudolf Mößbauer, Physik, betonen, dass die Wahl ihres Studiengangs und auch ihre spätere Arbeit maßgeblich durch das Deutsche Museum beeinflusst wurden. Sogar Umberto Eco entdeckte seine Liebe zur Technik und den Naturwissenschaften Ende der fünfziger Jahre im Deutschen Museum in München - Inspiration für seine Romane, die - wie „Das Foucaultsche Pendel“ - Weltliteratur wurden.

Seit über 100 Jahren ist es der Anspruch des Deutschen Museums - er gleicht oft der Quadratur des Kreises - Wissenschaftlichkeit mit Anschaulichkeit zu verbinden und Grundwissen über naturwissenschaftlich-technische Zusammenhänge spannend und populär zu vermitteln.

Gründer Oskar von Miller wollte 1903 eine „dreidimensionale Enzyklopädie“ der Naturwissenschaften und der Technik schaffen. Jedes Fachgebiet sollte in seiner historischen Entwicklung bis zur Gegenwart gezeigt werden - die einzelnen Abteilungen sind daher klassischen Wissensgebieten oder bedeutenden Industriezweigen gewidmet. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte brechen jedoch diese strenge, eindimensionale Ordnung auf: Oft sind es heute die Grenzgebiete zwischen den alten Fächern, in denen die spannendste Forschung abläuft und die größten Fortschritte erzielt werden.

Auch der Anspruch der Vollständigkeit ist angesichts der rasanten Entwicklungen in Forschung und Technik illusorisch geworden: An die Stelle der enzyklopädischen Auffassung zu Zeiten Oskar von Millers ist heute ein exemplarischer, ganzheitlicher Ansatz getreten, bei dem die Wirkungen auf den Menschen im Mittelpunkt stehen.

Am Anfang war die Erde...

Die laufend erneuerten, in vielen Bereichen interaktiven Ausstellungen vermitteln Informationen aus Geschichte und Gegenwart von Naturwissenschaft und Technik. Neben den ständigen Ausstellungen bietet das Deutsche Museum laufend Sonderausstellungen zu aktuellen Themen aus Wissenschaft, Technik und Forschung an. Die Schwerpunktsbereiche sind:

Naturwissenschaft
Während die Philosophen in der Antike versuchten, die Natur mittels logischer Schlussfolgerungen zu ergründen, setzt man seit der Renaissance das Instrument des praktischen Experimentes ein. Dabei werden gezielte Fragen an einzelne Bereiche der Natur gestellt. Das allmähliche Zusammenspiel von experimentellen Ergebnissen und Mathematik verdichtete sich schließlich zu den "Naturwissenschaften": Astronomie, Physik, Chemie, Biologie etc. entstanden.

Werkstoffe und Produktion
Die Nutzung von Werkstoffen sichert unser Überleben seit frühesten Zeiten. Der Mensch stieß dazu bis in die Tiefen der Erdkruste und später auch der Ozeane vor. Kohle und Erz, Metalle, Keramik und Glas, Erdöl und Erdgas – im gleichen Maß, wie man mit den Mitteln der Naturerkenntnis hinter die Geheimnisse der Materie zu kommen, ihr Wesen zu begreifen versucht, nutzt man sie im täglichen Leben.

Energie
Energie ist ein Grundstoff der belebten und unbelebten Natur. Bei allen physikalischen und biologischen Prozessen spielt sie die entscheidende Rolle. Deshalb ist die Nutzung der verschiedenen Energieträger und -formen nicht zu trennen von der Entwicklung der menschlichen Kultur und Technik. Mit Hilfe des Feuers schuf sich der Mensch Werkzeuge aus Bronze und Eisen, mit Hilfe von Wasser und Wind, durch Kraftmaschinen in mechanische Energie umgewandelt, überwand er die Abhängigkeit von seiner eigenen Muskelkraft und der seiner Tiere.

... und dann die Menschen

Verkehr
Verkehr und Fortbewegung sind menschliche Grundbedürfnisse: Zu allen Zeiten brauchten Händler und Reisende Wege. Auch in der modernen Industriegesellschaft mit ihrer länderübergreifenden Ökonomie ist eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur grundlegend. Die Mittel zur Fortbewegung haben sich im Lauf der Geschichte jedoch erheblich verändert. Mit der Erfindung des Rades und der Achse, auf der ein Kasten zum Beladen oder Hineinsetzen befestigt wurde, entstand vor Jahrtausenden das bis heute gültige Prinzip der Fortbewegung zu Lande.

Kommunikation und Information
Von den Felszeichnungen der Altamira-Höhle zu Multimedia: Kommunikation ist immer dann im Spiel, wenn Menschen miteinander umgehen, Informationen austauschen, Wissen erwerben, religiöse Handlungen vornehmen oder sich unterhalten.

Selbstverständlich werden auch neue innovative Projekte und Themen angestoßen. Kann man Gesundheit züchten? Wird mein Kühlschrank bald mit dem Telefon sprechen? Führt Gendiagnostik zu einem neuen Menschenbild? Neue Technologien verändern unsere Welt. Ergebnisse der Bio- und Nanotechnologie werfen weit reichende Fragen auf, für die die Gesellschaft oft noch keine Antwort hat. Kontrovers diskutierte Fragen und neuste Forschung zeigt das Zentrum Neue Technologien. Besucher reisen mit dem Rastertunnelmikroskop in die Nanowelt oder analysieren ihre DNA.

Neben dem auf der Museumsinsel untergebrachten Hauptgebäude ist die Sammlung an drei weiteren Standorten untergebracht: Unter dem Motto "Mobilität und Verkehr - Autos, Eisenbahnen und alles was uns bewegt" befindet sich das "Verkehrszentrum" auf der Theresienhöhe.

Einen wichtigen Teil seiner Luftfahrtsammlung zeigt das Deutsche Museum auf dem Flugplatz Oberschleißheim im Norden Münchens, nahe der Schleißheimer Schlösser.
Untergebracht im Wissenschaftszentrum des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, zeigt das Deutsche Museum zudem in Bonn etwa 100 technische und wissenschaftliche Meisterleistungen, darunter auch viele nobelpreisgekrönte Forschungsergebnisse. Sie stellen exemplarisch die wesentlichen Zweige der naturwissenschaftlich-technischen Entwicklung der letzten sechs Jahrzehnte vor.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (29.01.2016)