Deutsches Auswandererhaus - Gänsehaut garantiert

Schicksal. Fernweh. Freiheit. Gefragt nach ersten Eindrücken im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven nennen Besucher große Gefühle, die bei ihnen geweckt wurden. Bei den meisten bleibt das hautnahe Geschichtserlebnis „unvergesslich”.

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven. Foto: DAH, W. Huthmacher


Europas Museum des Jahres 2007

Am Kai. Foto: DAH, W. Huthmacher

Susanne Eames aus London schreibt über ihren Besuch des Deutschen Auswandererhauses: „Am vergangenen Samstag hat unsere Familie unvergessliche Stunden im Museum zugebracht. Sowohl für unsere (normalerweise sehr leicht gelangweilten!) Teenager als auch für meine 70-jährigen Eltern und uns als „mittlere Generation“ war der Besuch ein äußerst interessantes Erlebnis. Von allen den Türen und Schubladen, die sich öffnen ließen, bis zum Wellengang hinterm Bullauge, vom hustengeplagten Auswanderer auf dem Zwischendeck bis zum effektvollen Plumsklo-Geräusch – wir haben alles genossen. Zeitweise hatten wir das Gefühl, dass wir selbst uns auf einem großen Abenteuer nach Übersee befanden.“

Mit dem Deutschen Auswandererhaus eröffnete am 8. August 2005 das größte Erlebnismuseum Europas zum Thema Auswanderung. Das Haus wird inhaltlich von drei Säulen getragen:
der Dauerausstellung zur historischen Auswanderung, Sonderausstellungen und Veranstaltungen sowie dem aktuellen Forum Migration. In letzterem haben Besucher Gelegenheit zur persönlichen Spurensuche: Über Datenbanken und Archive können sie zu ausgewanderten Vorfahren recherchieren und die Bedeutung ihres Familiennamens erfoschen.

Seit der Eröffnung begrüsste das privatwirtschaftlich geführte Haus, das sich über den Titel Europas Museum des Jahres 2007 freuen darf, 680.000 Besucher. Mehr und mehr der Gäste kommen aus dem Ausland, deutsche Besucher kommen vor allem aus Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Wechselnde Sonderausstellungen beleuchten das Thema Migration von allen Seiten

"Nach der Flut die Flucht, die Geschichte eines Hauses“ ist der Titel der nächsten großen Sonderausstellung, die das Museum ab Januar 2009 zeigt. Für diese Ausstellung bringt das Museum ein durch den Wirbelsturm „Katrina“ überflutetes Haus aus New Orleans nach Bremerhaven. Dort wieder aufgebaut wird es die Lebensgeschichte seiner Bewohner erzählen und damit beispielhaft für Tausende von Flutkatastrophenflüchtlingen weltweit stehen.

Im November 2008 widmet sich das Deutsche Auswandererhaus zunächst den jung gebliebenen Alten, die sich im Ruhestand eine neue Wahlheimat suchen und den ins Alter gekommenen Einwanderern aus den 50er und 60er Jahren: Der Themenmonat „...Ehrensache, nicht vor meinem Pass abzulaufen“* bildet den Auftakt zur Reihe „Migration im Alter“.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (07.04.2013)