Göttliche Wieskirche ist deutsches Weltkulturerbe

Die Wallfahrtskirche "Zum Gegeißelten Heiland" auf der Wies in Steingaden zwischen Füssen und Oberammergau ist eine der berühmtesten Rokokokirchen der Welt. Ca. 1 Million Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr, darunter auch viele Wallfahrer. Die UNESCO-Kommission war auch da und hat die Wieskirche 1983 zum Weltkulturerbe ernannt.

Wo sonst als im Pfaffenwinkel sollte die Wieskirche liegen? Foto: Patrick Hübgen/Wiki


Die Wieskirche im Pfaffenwinkel

Der gegeißelte Heiland, Wieskirche. Foto: Tourismusverband Pfaffenwinkel

Am 14. Juni 1738 sah die Bäuerin Maria Lory Tränen in den Augen einer Figur, die den leidenden Jesus an der Geißelsäule darstellt. Dieses Tränenwunder war der Ausgang für die Wallfahrt "Zum Gegeißelten Heiland" im Ortsteil Wies bei Steingaden. Von 1745 bis 1754 wurde von Dominikus Zimmermann dafür ein einzigartiges Gotteshaus geschaffen.

Rokoko in höchster Vollendung schmückt die Kirche: Die verschwenderischen Stuckverzierungen von Dominikus Zimmermann und die Deckengemälde seines Bruders Johann Baptist Zimmermann, Hofmaler des bayerischen Kurfürsten, erzeugen eine heitere und leicht bewegte Dekoration, deren Reichtum und Feinheit unerreicht sind.

Die Wieskirche lädt ein zum Schauen, zum Staunen, zum Beten, zum Besuch der Gottesdienste, zum Zuhören bei einem der Konzerte im Sommer und nicht zuletzt zur stillen Einkehr, um im Gegeißelten Heiland Gott zu begegnen.

Als ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur wurde die Wieskirche in Steingaden, Oberbayern, 1983 in die Welterbeliste aufgenommen.

Sehnsuchts-Tipp:
Musikalischer Hochgenuss – von Mai bis September finden Konzerte mit klassischer Musik vom Barock bis zur Spätromantik in der Wieskirche statt.

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Fotos: Tourismusverband Pfaffenwinkel; Patrikc Hübgen/Wikipedia

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (15.11.2012)