Rheinromantik - wahre Schönheit oder reine Vermarktung

Schlösser, Burgen, Romantik, Väterchen Rhein lockt seit jeher Deutsche, Japaner und Amerikaner gleichermaßen. Das enge Tal, stark befahren vom Auto- und Bahnverkehr, bleibt trotzdem reizvoll wie eh und jeh. Ist das so?

Sagenumwoben, der Mäuseturm am Rhein bei Bingen. Foto: Pielmedia


Lebendige Rheinromantik bis heute

Loreleyromantik; Foto: Rheinland-Pfalz T. GmbH

Wer den Flussabschnitt zwischen Bingen im Süden und der Grenze zu Nordrhein-Westfalen im Norden besucht, den Zug- und Straßenverkehr weitgehend ausblendet, erahnt schon bald die Antwort auf den bekannten Text des Rheinlieds.

Hier ist die Rheinromantik, die schon vor über 200 Jahren - damals noch ohne Autos und Güterverkehr - alle Reisenden begeisterte, noch immer lebendig. Ein Flusstal wie aus einem Bilderbuch - mit schroffen Felsen, steilen Weinbergslagen, einer Burg auf fast jeder hohen Bergkuppe und pittoresken Orten links und rechts der Ufer.

Sagenhaften Geschichten kann man lauschen. Von der schönen Loreley auf hohem Fels oder den feindlichen Brüdern. Vielleicht auch vom Binger Mäuseturm oder den sieben stolzen Jungfrauen von Oberwesel.

Die Landschaft lädt wirklich zum Träumen ein und wer Bacharach oder Boppard, St. Goar oder Linz kennen gelernt hat, der spürt noch den Reiz dieser einzigartigen Kultur- und Naturlandschaft. Der Besonderheit der Region trägt übrigens auch die Auszeichnung zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal Rechnung, dem Zuhause der schönen Loreley.

Eine Schifffahrt auf dem Rhein gehört zu den nachhaltigsten Erlebnissen am Mittelrhein. Den Wein der vorüberziehenden Reblagen dabei trinken, die Sonne auf dem Oberdeck genießen, die Pfalz im Rhein bestaunen und zu wissen: Darum ist es am Rhein so schön.

Ihre Kontaktdaten:
Romantischer Rhein Tourismus GmbH
Telefon: 0261 – 3038834
E-Mail: info‎@‎ romantischer-rhein.de
Internet: www.romantischer-rhein.de

Fotos: Rheinland Pfalz Tourismus GmbH & Piel Media

Loreley - das berühmte Gedicht von Heine

Heinrich Heine, 1824:

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (17.11.2012)