Radreise Eifel - unsere liebsten Strecken

Ob man anspruchsvolle Strecken sucht oder einfach nur in herrlicher Natur ein wenig radeln möchte - in der Eifel findet jeder die richtige Route. Sehnsucht Deutschland hat fünf Highlights herausgesucht.

Die Eifel zählt zu den Top Ten der deutschen Radregionen; Foto: Archiv Eifel Tourismus GmbH


Die Eifel - ein Naturspektakel

In Monschau stehen rund 300 denkmalgeschützte Häuser; Foto: Archiv Eifel Tourismus GmbH

Das Mittelgebirge zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier ist mit dem Nationalpark Eifel, dem Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel, dem Deutsch-Luxemburgischen Naturpark und dem Vulkaneifel European Geopark ein faszinierendes Naturparadies.

Große Laub- und Nadelwälder wechseln mit Streuobstwiesen ab, Ackerflächen mit Weideland, weite Heide- und Vennflächen mit bizarren Wacholderbüschen und Buchenhecken. Dazwischen plätschern unzählige Flüsse, Bäche und Seen.

Vor allem aber die Maare der Vulkaneifel sind das faszinierende Merkmal dieser Region. In der Eifel waren Vulkane erstmals vor rund 45 Millionen Jahren aktiv. Der jüngste Ausbruch fand gerade mal vor 10.000 Jahren statt. Heute zeugen 240 Vulkan-Kegel und -Stümpfe, 75 Maare, Lavaströme, Quellen, roter Sandstein und tropische Riffe von der bewegten Erdgeschichte. Zehn Maare sind bis heute ständig mit Wasser gefüllt und enthalten einen Maarsee – die „Augen der Eifel“.

Am intensivsten lässt sich die Eifel sicherlich mit dem Fahrrad erkunden. Denn auf Gäste dieser Art ist man hier bestens eingestellt. Laut Analysen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs
(ADFC) zählt die Eifel seit mehreren Jahren zu den Top Ten der beliebtesten Radregionen
Deutschlands. Darüber hinaus warten entlang der Radwege vom ADFC klassifizierte, fahrradfreundliche Hotels, Gaststuben, Bauernhöfe und Fahrradverleihe.
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Fotos: Eifel Tourismus GmbH

Unsere fünf schönsten Radrouten in der Eifel

Maare-Mosel-Radweg:
Ein Spaß für Freizeitradler und Familien, da es auf dem Weg, der der ehemaligen Eisenbahntrasse von Daun bis Bernkastel-Kues folgt, kaum Steigungen gibt. Über Viadukte und Brücken, durch Tunnel und Wälder, vorbei an Maaren und erloschenen Vulkanen geht es auf 55 Kilometern hinab in die Rebenlandschaft der Mosel.

Grüne Hölle: Die Mountainbike-Route führt auf 30 Kilometern rund um die Rennstrecke des weltberühmten Nürburgrings. Hier kann man nicht nur Natur erleben, sondern auch das „große Bauen“ miterleben. Denn der Nürburgring setzt einen weiteren Meilenstein rund um die Rennstrecke: ein ganzjähriger Vergnügungspark und ein Businesszentrum. Gesamtinvestition: circa 215 Millionen Euro. Zu den Attraktionen zählen u. a. eine Indoor-Achterbahn, die schnellste Achterbahn der Welt, eine Indoor-Arena und eine Event-Halle. Dazu kommen zwei Feriendörfer mit Erlebnisgastronomie sowie ein großes Sport- und Wellnessangebot.

Vulkanpark-Radweg: Von der 2.000 Jahre alten Bäckerjungenstadt Andernach am Rhein kann man die 31 Kilometer bis nach Mayen in etwa drei Stunden reiner Fahrzeit erreichen und sich dabei dem Vulkanismus auf spannende Art nähern. Unbedingt ansehen sollte man sich vor allem auch Mayen, die Stadt der Märkte und eine der 10 Festspielstädte in Deutschland.

Eifel-Höhen-Radroute: Sportlich anspruchsvoll sind die 230 Kilometer rund um den Nationalpark Eifel. Auf der Tour kommt man außerdem durch die historischen Orte Blankenheim, Nettersheim und Monschau. Vor allem letzterer mit seiner prunkvollen Burg ist ein Muss für jeden Eifelreisenden. Hier hat sich das Altstadtbild seit fast 300 Jahren so gut wie nicht verändert. Wer einmal durch die mittelalterliche Kulisse gebummelt ist, versteht, warum der Ort auch das „rheinische Rothenburg“ genannt wird.

Die Krimi-Radtour: Die Eifel ist literarisch wohl die gefährlichste Region Deutschlands. Zumindest fühlen sich Krimiautoren magisch von ihr angezogen. Wie zum Beispiel Jacques Berndorf, der die Kulisse in seinen Krimis immer wieder zum Tatort macht. So speist u. a. Berndorfs Krimiheld
Siggi Baumeister bevorzugt im Bistro „Teller“ in Hillesheim, dem Auftakt der Tour. Und von den Gerolsteiner Dolomitfelsen soll, laut eines Krimis von Angelika Koch, gar eine junge Frau gesprungen sein. Und genau diese Orte des Geschehens verschiedener Eifel-Krimis erkundet man auf dieser Strecke.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (15.11.2012)