Hunsrück in Rheinland-Pfalz – Wandern und Radfahren auf Schinderhannes Spuren

Der berüchtigte Räuberhauptmann Schinderhannes durchstreift schon lange nicht mehr die Wälder des Hunsrücks. An seine Stelle sind Wanderer und Radfahrer getreten, die auf Römer- und Keltenspuren diese Mittelgebirgslandschaft genauer kennenlernen.

Weindörfer und Weinberge in harmonischer Eintracht


Wandern auf Römer- und Keltenspuren

Den Römern auf der Spur; Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus

Eingerahmt von Mosel, Nahe, Rhein und Saar beschreibt der Hunsrück in Rheinland-Pfalz ein echtes Stück Heimat – woraus sogar eine ganze Familiensaga wurde, der Millionen am Fernsehbildschirm folgten. Der Hunsrück hat eben eine ganze Menge interessanter Geschichten zu erzählen, von alten Mühlen an rauschenden Bächen oder aber von wehrhaften Burgen und verträumten Städtchen, wie beispielsweise in Herrstein oder Kastellaun.

Hier wie an vielen anderen Stellen, fühlt sich der Besucher an längst vergangene Tage erinnert, erkundet die mittelalterlichen Ruinen der Wehranlagen und bummelt durch die von Fachwerk geschmückten Altstadtgassen.

Aus den romantischen Winkeln führt der Weg hoch hinaus und von dem 818m hohen Erbeskopf aus, dem Hunsrücker Hausberg, liegt die ganze Landschaft aus Wäldern, Tälern und Wiesenauen wie ein grüner Teppich zu Füßen.

Nur zu gut lässt sich da verstehen, dass die Luft des Hunsrücks zu den saubersten in ganz Deutschland gehört.

Radfahren und Wandern im Hunsrück

Der Ruwer-Hochwald-Radweg verbindet das romantische Ruwertal bei Trier mit den bewaldeten Höhen des Hochwaldes im Hunsrück und führt meist entlang der mal wild, mal gemächlich dahinfließenden Ruwer.

Die Radstrecke zeigt, was aus alten Bahntrassen werden kann, wenn kein Zug mehr fährt!
Dort, wo von 1889 an für 80 Jahre Waggons von Trier nach Hermeskeil rollten, entstand abschnittsweise von 2005 bis heute eine reizvolle Freizeitstrecke für Radler und Skater.
Auf der 50 km langen Tour von Trier-Ruwer durchs Ruwertal über Kell am See nach Hermeskeil führt die Route über die ehemalige Bahnstrecke und zeigt eindrucksvolle Landschaftsaspekte aus einer Perspektive, die man früher nur vom Zugfenster aus genießen konnte.

Der Qualitätswanderweg Soonwaldsteig führt auf 83 km vom romantischen Rheintal über die waldreichen Quarzitkämme des Hunsrücks bis ins idyllische Hahnenbachtal bei Kirn.

Auf dem Soonwaldsteig entdecken Sie die urspüngliche Wildnis des Naturparks Soonwald-Nahe hautnah:

Wälder, in denen die Natur die einzige Geräuschkulisse bietet,verborgene Naturschönheiten wie das Simmerbachtal oder den Lützelsoon, seltene Tier- und Pflanzenarten
und eindrucksvolle Quarzitfelsen und Blockschutthalden.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (06.04.2013)