Leben wie Gott in Frankreich ist im Saarland Programm

Dass Liebe durch den Magen geht, wissen wir alle. Insofern muss sich jeder Gast zwangsläufig in das Saarland verlieben. Essen ist für die Saarländer ein Stück Lebensfreude und ein Fest für die Sinne.

Picknick auf Saarländisch; Foto: www.tourismus.saarland.de


Dibbelabbes - Köstlichkeit für Kenner

Zeit für ein Päuschen; Foto: www.tourismus.saarland.de

Im Saarland kommt jeder auf seinen Geschmack: Von Michelin ausgezeichnete Sterneköche, wie Deutschlands jüngster saarländischer Drei-Sterne-Koch Christian Bau, Bauernmärkte und -läden mit knackfrischen Produkten direkt vom Erzeuger oder Traditionslokale mit typisch saarländischer Hausmannskost locken Feinschmecker mit kulinarischen Erlebnissen.

Die traditionellen saarländischen Gerichte sind deftig. Der Saarländer liebt seinen „Dibbelabbes“ (Kartoffelauflauf mit Speckwürfeln), die Hoorische (längliche Kartoffelklöße), und die Verheirateten (Mehlknödel mit Kartoffeln). Niemals darf die (noch besser „der“) Lyoner fehlen, ein Ring Fleischwurst.



Ganz besonders stilecht kann man diese Speisen im Gasthaus "Zum Ochsen“ in St. Wendel probieren - das 1620 gegründete Lokal ist eines der ältesten saarländischen Wirtshäuser.







Und dazu ein guter Tropfen

Was wäre gutes Essen ohne ein gutes Glas Wein. Und so gehört eine Weinprobe natürlich auch zu einer kulinarischen Saarland-Reise dazu.

Den Weinbau haben bekanntlich die Römer nach Deutschland und somit auch an die Obermosel gebracht. 1136 n. Chr. wurde urkundlich festgehalten, dass der Bischof von Trier in Nennig einen Weinberg besaß. Von diesem Besitz des St. Mathias von Schloß Berg zeugen noch vier Grenzsteine mit Bischofsstab und Mitra.

Der 2. Weltkrieg verwüstete einen Großteil der alten Weinbaugebiete, doch auf einer kleinen Fläche rund um die Orte Perl, Nennig und Sehndorf - heute rund 130 Hektar - pflanzten einige Winzer nach dem Krieg wieder Wein an. Heute danken Weinliebhaber in aller Welt diesem unermüdlichen Bemühen.

Denn auf dem Muschelkalkboden des Bereiches „Moseltor“ in der Großlage „Schloss Bübingen“ gedeihen Weine mit ganz besonderem Charakter. Eine echte Spezialität sind die vielfach prämierten Burgunderweine und -sekte. Das Rebsortenangebot umfasst überwiegend Burgundersorten, aber auch die traditionellen Sorten wie Elbling und Rivaner werden angeboten.

An der frischen Luft noch mal so gut

Eine ganz besondere Möglichkeit, saarländische Spezialitäten kennenzulernen, ist eine kulinarische Wandertour. Das Weingut Schmitt-Weber in Perl wird heute in der 3. Generation von Winzermeister Thomas Schmitt und seiner Frau Tanja geführt.

Die von ihnen organisierte und begleitete Genießer-Wanderung führt über eine Strecke von 12 km in mittlerem Schwierigkeitsgrad und macht so richtig Appetit auf die wechselnden kulinarischen Überraschungen der Region, die an den schönsten Plätzen genossen werden.

Probiert werden z.B. eine hausgemachten Schinkentorte in "Perler Hasenberg“, ein lothringer Ziegenkäse in „Belmach“ und eine luxemburger Saussice. Das Mittagessen wird in Frankreich mit atemberaubenden Ausblick vom Stromberg eingenommen; ein Gläschen „Schengener Markusberg“ wird auf dem Schengener Plateau kredenzt. In der gemütlichen Weinprobierstube des Weinguts lassen die Wanderer dann den ereignis- und genussreichen Tag zünftig ausklingen.

Zum Wohl!

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (08.01.2011)