Neue Nationalgalerie Berlin

Die Neue Nationalgalerie in Berlin, der "lichte Tempel aus Glas", beherbergt europäische Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre.

Die Neue Nationalgalerie mit einer Plastik von Henry Moore. Foto: F. Friedrich


Lichter Tempel aus Glas - die Neue Nationalgalerie

Jeff Koons war auch schon hier, Foto: neue-nationalgalerie.de

Die Neue Nationalgalerie, der "lichte Tempel aus Glas", beherbergt europäische Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre.
Unter ihnen befinden sich Arbeiten von Künstlern wie Munch, Kirchner, Picasso, Klee, Feininger, Dix und Kokoschka.

In der Neuen Nationalgalerie sind zahlreiche Sonderausstellungen zu sehen. Während der Sonderausstellungen kann die Dauerausstellung dann oftmals nicht gezeigt werden.

Für weltweites Aufsehen sorgte zuletzt die spektakuläre Ausstellung "Die schönsten Franzosen kommen aus New York", die etliche weltberühmte Leihgaben aus den Museen der Ostküstenmetropole sah.

Schwerpunkte der Dauersammlung bilden Arbeiten von Künstlern des Kubismus, des Expressionismus, des Bauhaus und des Surrealismus. Werke von Picasso, Gris, Leger und Laurens zeigen die Entwicklung der kubistischen Kunst.

Eine ergänzende Übersicht über den Kubismus, vor allem über Arbeiten von Picasso, gibt das Museum Berggruen in Berlin-Charlottenburg.

Potsdamer Platz im Wandel der Zeit

Der Expressionismus ist durch die Künstler-Vereinigung "Die Brücke" mit bedeutenden Arbeiten von Kirchner, Schmidt-Rottluff und Heckel vertreten.

Kirchners "Potsdamer Platz" von 1914 steht heute in spannendem Kontrast zu den aktuellen Veränderungen des Platzes, der nur wenige Meter vom Museum entfernt ist. Vor dem Hintergrund des Ortes beschreibt Kirchner das Nachtleben Berlins nach Kriegsbeginn.

Zu den Kernstücken der Sammlung zählen 11 Gemälde von Max Beckmann, die er zwischen 1906 und 1942 schuf. Sie geben einen Überblick über die Entwicklung seines Wirkens. Die surrealistische Malerei ist mit Künstlern wie Ernst, Dali und Miro vertreten. Otto Dix und George Grosz dokumentieren mit ihren Gemälden die Richtung des Verismus und der Neuen Sachlichkeit. Die Schule des Bauhaus wird durch Arbeiten ihrer Lehrer Klee und Kandinsky dargestellt.

Amerikanische Malerei zum Abschluss

Endpunkt der Sammlung und einen der Höhepunkte bildet die amerikanische Malerei der sechziger und siebziger Jahre mit den abstrakten Farbfeldern und -räumen von Frank Stella und Ellsworth Kelly.

Mit 4.900 Quadratmetern Ausstellungsfläche und ca. 800 Metern Wandfläche bietet das Haus eine Geräumigkeit, die von außen nicht vermutet wird. Die große Glashalle des Obergeschosses und Teile des Untergeschosses werden für Sonderausstellungen genutzt.

Sie ziehen jährlich 100.000 Besucher an.

Für Interessenten der Objektkunst finden sich Skulpturen im Außenraum: Sie umgeben das Gebäude und befinden sich auch in dem westlich angrenzenden, auf Anfrage zugänglichen Skulpturengarten. In lockerer, entspannter Umgebung erhält der Besucher einen Überblick über bedeutende Plastik zwischen Figuration und Abstraktion.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (26.04.2011)