Chemnitz - Museum Gunzenhauser

Eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Deutschlands ist fortan permanent der Öffentlichkeit zugänglich: das Museum Gunzenhauser der Kunstsammlungen Chemnitz ist jetzt für jedermann zugänglich.

Das Foyer des Museum Gunzenhauser in Chemitz. Foto: Museum Gunzenhauser


Schwerpunkt auf deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts

Kunstsammler & Namensgeber Alfred Gunzenhauser, 1991 - Portrait: Johannes Grützke

Seit dem 2. Dezember 2007 ist eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Deutschlands durch die Eröffnung des "Museum Gunzenhauser" der Kunstsammlungen Chemnitz permanent der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Das neue Museum, das in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler eröffnet wurde, beherbergt die Sammlung des Münchner Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser, der in vielen Jahren passionierter Sammeltätigkeit fast 2500 Werke von 270 verschiedenen Künstlern zusammengetragen hat.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Sammlung, die von Dr. Gunzenhauser im Jahr 2003 in eine Stiftung mit Sitz in Chemnitz eingebracht wurde, ist vornehmlich deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts.

So beinhaltet die Sammlung unter anderem 290 Werke von Otto Dix aus allen Schaffensperioden, womit das neue "Museum Gunzenhauser" über eins der größten musealen Otto-Dix-Konvolute verfügt. Weitere Schwerpunkte der Sammlung sind 114 Werke von Conrad Felixmüller, 76 Arbeiten von Alexej von Jawlensky, 55 von Gabriele Münter, 26 von Lovis Corinth und 21 von Paula Modersohn-Becker.

Dix, Modersohn-Becker, Beckmann usw. usf.

Vertreten sind weiterhin Künstler wie Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Christian Rohlfs sowie aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Serge Poliakoff, Willi Baumeister, Emil Schumacher, Ernst Wilhelm Nay und andere.

Das Ergebnis der Umbauten ist ein besucherfreundliches Museum mit rund 2300 m² Ausstellungsfläche auf vier Etagen, die durch eine markante rote Kaskadentreppe fließend miteinander verbunden sind. In 12 Fensteröffnungen des Museums wurden beleuchtete Vitrinen installiert, die großflächige Portraits der wichtigsten Künstler der Sammlung zeigen und somit die Transformation des ehemaligen Sparkassengebäudes in das "Museum Gunzenhauser" auch nach außen hin deutlich sichtbar machen.

In den neuen Räumen des Museums werden von nun an im Durchschnitt circa 250-300 der fast 2500 Werke aus der Sammlung präsentiert. Die Wechselausstellungsräume im Erdgeschoss des Museums werden in Zukunft für vertiefende Ausstellungen zu einzelnen Künstlern oder Aspekten der Sammlung Gunzenhauser genutzt.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (08.01.2011)