Die Top 10 der längsten Flüsse in Deutschland

Gesucht werden die längsten innerdeutschen Fließgewässer. Der längste Fluss, der durch Deutschland fließt, ist die Donau, innerhalb der Grenzen ist sie aber eher kurz. Legt der Rhein eine längere deutsche Strecke zurück? Und ist die Spree unter den Top Ten?

Schon groß: die Donau in Regensburg; Foto: Stadt Regensburg


Die Top 10 der deutschen Flüsse nach Länge

Die Elbe bei Dresden; Foto: Krull

1. Rhein
Der Rhein entspringt in den schweizerischen Alpen und führt 865 Kilometer vom Bodensee bis Kleve. Damit ist er der längste in Deutschland fließende Fluss. Vom Ursprung bis zur seiner Nordsee-Mündung bei Rotterdamm legt er 1233 Kilometer zurück.

2. Weser
Der zweitlängste innerdeutsche Fluss ist - überraschend - die Weser, wenn man ihren Urspungsfluss Werra mitzählt. 744 km fließt sie vom Thüringer Wald bis sie in Bremerhaven in der Nordsee mündet. Ihr wichtigster Zufluss ist die Fulda, die in Hannoversch Münden mit der Werra zur Weser verschmilzt.

3. Elbe
Dresden und Hamburg - so weit entfernt und doch mit den gleichen Wassern gewaschen, denn sie liegen beide an der Elbe. Der Fluss, der kurz hinter der deutschen Grenzen im tschechischen Riesengebirge entpringt, legt bis zur Mündung in der Nordsee bei Cuxhaven 1091 km zurück, davon 727 in Deutschland.

4. Donau
Die Donau ist insgesamt mit Abstand der längste Fluss, bringt vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer 2888 km hinter sich und ist damit nach der Wolga der zweitlängste Fluss in ganz Europa. Da aber nur 647 km auf deutschen Staatsgebiet liegen, schafft es die Gute nur auf Platz 4.

5. Main
524 km Länge erreicht der Main, ein Nebenfluss des Rheins, zu welchem er sich später gesellt. Seine Quelle liegt im bayerischen Fichtelgebirge, auf seinem Weg dreht er noch die bekannte Main-Schleife bei Volkach, vorbei am nach ihm benannten Frankfurt, um dann bei Mainz in den Rhein zu fließen.

6. Saale
Die Saale ist ein Nebenfluss der Elbe und erreicht die beachtliche Länge von 413 km, was Platz 6 der deutschen Top Ten bedeutet. Wie der Main, entspringt auch sie im Fichtelgebirge, nimmt jedoch den Weg nach Norden durch Thüringen bis nach Barby, wo sie in die Elbe übergeht.

7. Spree
Platz 7 geht an die Spree, die bekannterweise ja ein Berliner Gewässer ist. Sie entsteht im Lausitzer Bergland bei Bautzen, schlängelt sich durch Sachsen, Brandenburg und Berlin, um sich in Spandau mit der Havel zu vereinen. Dabei legt sie 382 Kilometer zurück.

8. Ems
Mit 371 km ist die Ems nur wenig kürzer als die Spree, Dabei ist sie recht zielstrebig in ihrem Verlauf und fließt vom Teutoburger Wald durch Niedersachsen bis in den Dollart bei Emden.

9. Neckar
Der Neckar ist neben Rhein und Main der einzige in den Top Ten, der den für Flüsse ungewöhnlichen maskulinen Artikel trägt. Er ist ein Nebenfluss des Rheins, dem er ab Mannheim Gesellschaft leistet. Seine Quelle liegt, ähnlich wie bei der Donau, bei Villingen-Schwenningen im Schwarzwald.

10. Havel
Mit 325 km Länge belegt sie Platz 10 der Liste. Die Havel, seit Berlin von der Spree gespeist, hat ihre Quelle in Neustrelitz. Sie fließt also, anders als andere Flüsse, weg vom Meer von Nord nach Süd, um dann einen Knick nach Westen in die Elbe zu machen. Die Quell- und Mündungshöhe unterscheidet sich so nur um 40 Meter.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (22.11.2017)