Kurztrip - Darmstadt

Die Perle Hessens. Aber der Name? Irreführend. Also selbst hinfahren. Jugendstil, Urpferd und Hausgebrautes warten schon.

Ulrich Mathias


Nie mehr zweite Liga...

®Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main, Holger Ullmann

Handkäs mit Musik!

Die hessische Großstadt und ihre rund 150?000 Darmstädter. Im Zentrum des Jugendstils. Klingt gut. Anders als der Stadtname. Woher der kommt? Wahrscheinliche Bedeutung: Wohnstätte des Darmund, bewaffneter kaiserlicher Forstbeamter. Erwähnt im 11. Jahrhundert. In einer Totenliste. Hmm, schöner ist da doch die Lilie, die schmückt das Stadtwappen. Zeichen der Reinheit. Symbol der Stadtkirche. Und schon werden wir sportlich: Die hübsche Blume ziert auch das Logo des SV?Darmstadt 98. Die „Lilien“ kennt man seit dem mitreißenden Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga.?Darmstadt kann viel. Auch lecker (H)essen: Grüne Soße mit Eiern, dazu Ebbelwoi, am besten in der Bockshaut.?

www.sv98.de

Erleben

Mathildenhöhe

Eine imposante Kapelle steht 1899 auf einem Hügel. 15 Jahre später noch mehr architektonische Pracht. Jugendstil. Künstlerkolonie. Echt spektakulär mit Park und Museum. Müssen Sie hin: Jugendstiltage vom 20.?–?22. Mai.

Olbrichweg 15, ?Telefon: 06151?13 27 78

www.mathildeshoehe.eu

Waldspirale

Und dann hinterließ auch noch Hundertwasser seine bunten Spuren. Märchenhafter Komplex mit 105 Wohnungen. Tanzenden Fenstern zuschauen und Menschen im grünen Innenhof begegnen.

www.darmstadt.de

Schloss und Markt

Ab ins Stadtzentrum! In der Residenz treffen sich Barock und Renaissance. Gebaut wurde schon ab 1200. Ganz fertig wurde es nie – egal. Aber der Wochenmarkt, Mittwoch und Samstag. Gucken und probieren.

Marktplatz 15

www.schlossmuseum-darmstadt.de

Alt und neu

… passen zusammen. Beweist das moderne Kongresszentrum Darmstadtium mit integrierter alter Stadtmauer. Hingucker auch das Staatstheater aus den 70ern. Nur ein paar Schritte weiter die „Kääsglock“, ?Verzeihung, die Ludwigskirche von 1827.

Schlossgraben 1

www.darmstadtium.de


Gaaanz alt

Einst wurde in der Grube Messel Schiefer abgebaut, dann wurde sie beinahe Mülldeponie. Heute ist sie UNESCO-Weltnaturerbe, dank der geborgenen Fossilien. Bestaunen
Sie ein 48 Millionen Jahre altes Urpferd. Dafür darf man Darmstadt kurz verlassen.

Roßdörfer Straße 108, 64409 Messel

www.grube-messel.de

Essen

Bockshaut
Als 1841 die Lokalposse vom „Datterich“ ein Stück Darmstädter Identität schuf, speisten die Bürger bereits in diesem urigen Original. Schauspiel und Restaurant sind immer noch Dauerbrenner. So is(s)t Darmstadt.

Kirchstraße 7?–?9, Telefon: 06151?99 670

www.bockshaut.de

Ratskeller

Mmmh, das ließen wir uns so richtig schmecken: hausgebrautes Bier für die trockene Kehle, Rippchen mit Brot für den leeren Magen. Terrassenblick aufs Schloss.

Marktplatz 8, Telefon: 06151?26 444

www.ratskeller-darmstadt.de

Grohe

Der Brauereiausschank ist Kult. Keine Schönheit. Darum so attraktiv. Beim Bier mit den Einheimischen Hessisch babbeln lernen. Rustikale Küche.

Nieder-Ramstädter Straße 3, Telefon: 06151?42 52 55

www.brauerei-grohe.de

Schlafen

Kranichstein

Ein Hund liegt in der Lobby. Zum Jagen in den idyllischen Wald rückt er nicht mehr aus. An diese Zeiten erinnert das Museum. Nein, man muss nicht Hotelgast sein. Für den gibt es aber in diesem historischen Jagdschloss angenehmste Träume. DZ ab 95 Euro/Nacht.

Kranichsteiner Straße 261, Telefon: 06151/13 06 70 ?

www.hotel-jagdschloss-kranichstein.de

Welcome Hotel

Modern, solide und zentral in der City. Nach dem Stadtrundgang lockt der große Wellnessbereich. DZ ab 115 Euro/Nacht.

Karolinenplatz 4, Telefon: 06151?39 14 0

www.welcome-hotels.com

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (18.11.2017)