Kurztrip - Magdeburg

Wiederauferstehung, das kann keine Stadt so gut wie diese. Zweimal weg vom Fenster, nun aber so was von da: gutes Essen und Bier, viel Grünfläche, dazu Elbplätschern und viel sehenswerte Geschichte.

Blick auf die Stadt mit Dom am Abend. Foto: www.andreaslander.de


Ass im Ärmel

Das Dach der Grünen Zitadelle. Foto: Magdeburg Tourist/Werner Klapper

Eine rustikale Perle. Passender Titel für die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Angeblich Boom-Town, obgleich keine ICE -Anbindung gen Berlin. In Kriegen zweimal in Schutt und Asche gelegt und nie so recht erholt. Doch: Da regt sich was … Der jungen Studentenszene sei Dank erheben sich an breiten Straßen rund um den Hasselbachplatz feine Bars (Deep Bar, Stern-Bar, Club 56, RIFF) wie Phönix, wächst ein 7th-Heaven-Burger-Laden neben DDR-Museumswohnung und Biergarten. Direkt an der Elbe: viel Grün, Magdeburgs Ass im Ärmel – ein verdammt
gutes. Bleiben die Vororte mit zugewucherter Industrie. Aber der Industrie-Chic soll ja im Trend'liegen – wird sich schon jemand für finden, wir mochten’s auch!
www.magdeburg.de

Erleben

Die drei Türme Ältestes gotisches Bauwerk Deutschlands: der Magdeburger Dom. Hat durch integrierte
Säulen aus der Antike historisch das Seinige getan. Wäre aber als einzelnes Türmchen doch etwas einsam und verlassen. Ein Glück, dass es in unmittelbarer Nähe das Kunstmuseum Kloster gibt! Ab ca. 1063 Gebetsmühle, heute große Kunstsammlung und auch von außen mit zwei Türmchen hübsch anzusehen.
Am Dom 1
www.magdeburgerdom.de
Regierungsstraße 4
www.kunstmuseum-magdeburg.de

Einen fliegen lassen Ursprünglich großes Wiesengelände Cracauer Anger, auf dem 1908 der erste Motorflug stattfand – in immerhin 8 Meter Höhe. Jetzt: Elbauenpark mit so floralen Ideen wie Rhododendronweg und dem „schlausten Turm der Welt“: eigentümlich gedrehter Jahrtausendturm mit 6 Ebenen Ausstellungsfläche, mit Leim zusammengepappt und bis auf wahnwitzige 60 Meter Höhe haltbar gemacht!
Herrenkrug
www.mvgm-online.de

Das große Stechen Beim Mückenwirt trifft sich die Einheimischen-Szene direkt am Wasser – was hier
im Sommer los ist! Elbkinder fahren im wahrsten Sinn voll drauf ab: Links setzt die „Weiße Flotte“ einmal schnurstracks durch die Elbe zum Rotehorn-Park und Aussichtspunkt Petriförder über. Gute Fluchtmöglichkeit,
sollte man nicht auf die Mückenwiesn stehen, die hier jeden Oktober stattfindet.
An der Elbe 14
www.mueckenwirt.de

Grün, grün, grün … Das Dach der Grünen Zitadelle ist Namenspatron und gut bewachsen. Sieht man
bei so viel Hundertwasser-Haus kaum. Egal: Lieber in den kleinen Läden shoppen, Brunnen im Innenhof gucken, dann ins Restaurant Bonapart: Hier gibt’s französische Speisen mit landestypischen Gerichten.
Breiter Weg 8a
www.gruene-zitadelle.de


Essen

Guten Hunger! In der Bötelstube kann man Häuser vertilgen: Bötel wird nämlich mit Lehm und Stroh serviert. Schwerer Magen? Ne, Eisbein mit Erbsenpüree und Sauerkraut. Regionale Küche, gute Zutaten, lecker!
Alter Markt 9, Telefon: 0391/56 20 397
www.boetelstube.de

Strudelhof Kaffeehaus In ein einstiges Lebensmittellädchen zog 2013 das stylisch-feine Strudelhof Kaffeehaus ein, mit Wiener Strudelvarianten in süß und herzhaft auf der Karte. Tagsüber hocken auch mal Künstler in zivil rum, abends zum Konzert.
Otto-von-Guericke-Straße 66, Telefon: 0391/58 23 53 99
www.strudelhof-kaffeehaus.de

Stadtbalkon Denkmalgeschütztes Gartenhaus aus dem Herrenkrug plus schönster Platz über der
Elbe ist gleich Magdeburgs Wohlfühlort: die Schweizer Milchkuranstalt. 1899 noch Milchausschank, heute Biergarten für lauschige Tage. Schleinufer, Telefon: 0160/70 35 075


Schlafen

Motel One Die berühmte Halbkugel hängt als Lampe im Eingang: Von innen Bilder des Experiments
mit luftleeren Kugeln, die keine acht Pferde auseinanderbringen. Gutes Motto, gutes Motel! DZ ab 69 Euro/Nacht.
Domplatz 5, Telefon: 0391/55 55 450
www.motel-one.com

Des Künstlers Gemach Es wird persönlich! So hat Hundertwasser jedes Bad für die 41 Zimmer entworfen. Bonbon unter den Bettenburgen: Arthotel in der Grünen Zitadelle. DZ ab 85 Euro/Nacht.
Breiter
Weg 9, Telefon: 0391/62 07 80
www.arthotel-magdeburg.de

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (18.11.2017)