Die Lutherstädte Wittenberg, Eisleben und Mansfeld

Martin Luther, der große deutsche Reformator, lebte und starb in Sachsen-Anhalt. Drei Lutherstädte bewahren das Vermächtnis.

Hier schlug Luther seine 95 Thesen an die Tür - Lutherstadt Wittenberg. Foto: IMG Sachsen-Anhalt


Lutherstadt Wittenberg - die Wiege der Reformation

Geburts- und Sterbeort Luthers ist Eisleben. Foto: IMG Sachsen-Anhalt

Kaum ein Ort ist so mit dem Namen Martin Luther verbunden wie Wittenberg, wo der Reformator über 40 Jahre lang arbeitete und 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel anschlug und die Auswirkungen auf die mittelalterliche Weltordnung in ihren Grundfesten hatten.

Von der ehemaligen kurfürstlichen Residenzstadt verbreite sich die Kunde einer Reformation der Kirche über die ganze Welt.

Wittenberg ist damit neben Eisleben die bedeutendste Erinnerungsstätte an die Reformation. Das Lutherhaus ist eines der schönsten Häuser der Reformationszeit und gehört, ebenso wie die Schlosskirche, zu den Stätten des UNESCO-Welterbes.

In der Stadtkirche St. Marien, der bevorzugten Predigtkirche Luthers, ist der kunstgeschichtlich bemerkenswerte Altar Lucas Cranach des Älteren zu besichtigen, der als einer der reichsten und angesehensten Bürger Wittenbergs galt.

Lutherstadt Eisleben - Geburts- und Sterbeort des Reformators

Eisleben ist der Geburts- und Sterbeort Martin Luthers.
In einer Ausstellung im Lutherhaus wird sein Leben zwischen 1483 und 1546 dokumentiert.

Inmitten des Mansfelder Landes, etwa 35 Kilometer westlich von Halle, liegt der Geburts- und Sterbeort Martin Luthers. Hier wurde der Sohn einer Bergmannsfamilie am 10. November 1483 geboren und hier starb er auch im Jahre 1546.

Über die Jahrhunderte hinweg schützten und pflegten die Eislebener die wohl bedeutendsten Denkmäler der Stadt: Das UNESCO-geschützte Geburtshaus Luthers gibt noch heute bedeutende Einblicke in das Leben des Mannes, der die Kirchengeschichte weitgehend prägte. Ebenfalls zum Welterbe gehört auch das Sterbehaus.

Lutherstadt Mansfeld - Kinderjahre eines Reformators

In Mansfeld verbrachte Luther seine Kindheit und besuchte dort die Schule.
Das Wohnhaus seiner Familie, in der Lutherstraße 26, beherbergt heute ein Museum.

Kurz nach Luthers Geburt siedelten seine Eltern nach Mansfeld um, wo er aufwuchs und zur Schule ging. Heute ist sein Elternhaus Museum und Luthergedenkstätte. Ort des damailgen Geschehens: die Lutherstraße 26. Im Zentrum des Mansfelder Landes gelegen, gehört die Stadt zu den Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalts.

Auf dem Kirchplatz erinnern Schule und Georgikirche an Luthers Schulzeit. In der Mansfelder Stadtschule lernte er Lesen, Schreiben, Rechnen, Singen und die Anfänge des Lateinischen.

Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (22.11.2017)