Potsdam ist die Hauptstadt Brandenburgs - und die heimliche Deutschlands

Die Stadt Potsdam ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands. Eingebunden in die reizvolle Kulturlandschaft, ist die brandenburgische Landeshauptstadt ein Reiseziel für unterschiedlichste Interessen und Ansprüche.

Panorama einer herrlichen Stadt am Wasser. Foto: Stadtverwaltung Potsdam, Michael Lüder


Potsdam - eine der schönsten Städte

Fontäne auf der Freundschaftsinsel. Foto: H. Kreft

Die Stadt Potsdam ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands.
Eingebunden in die reizvolle Kulturlandschaft, ist die brandenburgische Landeshauptstadt ein Reiseziel für unterschiedlichste Interessen und Ansprüche.

Potsdams wohl prominenteste Sehenswürdigkeit ist und bleibt wohl das Schloss Sanssouci. Aber nicht nur die einstige Sommerresidenz Friedrichs des Großen und der Park Sanssouci mit seinen zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch. Die historischen Quartiere der Stadt – die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das einstige böhmische Weberviertel - vermitteln das Flair einer europäisch geprägten Stadt.

Die Insel Potsdam liegt südwestlich von Berlin, eine Stadt, die mit der Havel und den zahlreichen Seen auch von der Wasserseite bestens erlebbar ist.
Zum Beispiel mit Ausflügen nach Caputh, das ein vom Großen Kurfürsten erbautes Schloss und das schlichte Haus von Albert Einstein zu bieten hat. Oder Petzow am Schwielowsee, dessen Schloss, Park und Kirche als eines der schönsten ländlichen Ensembles aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelten.


Sehnsucht Deutschland möchte Ihnen einige der besonderen Höhepunkte Potsdam näher bringen.

Beginnen wir mit Sanssouci.

Sanssouci, Cecilienhof und die Glienicker Brücke - Geschichte allenorten

Schloss Sanssouci – „ohne Sorge“ – war der Lieblingsort von Friedrich dem Großen. Es diente ihm als Sommerresidenz und Lustschloss, in dem er vor allem sein Privatleben genießen wollte. Das Schloss wurde von 1745 bis 1747 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff nach Vorstellungen und Skizzen des Königs auf dem terrassierten Weinberg errichtet. Es gilt als Hauptwerk deutscher Rokokoarchitektur. Die von Pracht und Eleganz geprägten Räume sind noch heute original ausgestattet. Darin sind Meisterwerke von Watteau, Panini und Pesne ausgestellt.

Versäumen Sie nicht durch den weitläufigen Park zu spazieren und sich dabei auch z.B. noch die Orangerie und die Römischen Bäder anzuschauen.

Potsam ist in besonderem Maße mit der deutschen Geschichte verbunden.
So war z.B. die Glienicker Brücke, die Potsdam und Berlin, früher West-Berlin, miteinander verbinden sollte, neben dem Checkpoint Charlie der Ort für den Austausch von Agenten beider Seiten in Zeiten des kalten Krieges. Für alle anderen war sie quasi unpassierbar.

Und der Cecilienhof, das Schloss, in dem vom 17. Juli bis 2. August 1945 die Potsdamer Konferenz der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges stattfand, ist der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Kaiser Wilhelm II. ließ Cecilienhof 1914 bis 1917 für seinen ältesten Sohn Kronprinz Wilhelm und seine Gattin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin im Norden des Neuen Gartens errichten. Truman, Stalin und Churchill verhandelten das Potsdamer Abkommen und die Zukunft Deutschlands. Im Museum kann man sich darüber und über die wechselvolle Geschichte des Hauses informieren.


Neubabelsberger Villen und der Filmpark Babelsberg

Großartige Architektur, Glamour und Geschichte begegnen dem neugierigen Betrachter bei einem Spaziergang durch die Villenkolonie Neubabelsberg. Am Ufer des Griebnitzsees siedelten sich Ende des 19. Jahrhunderts vor allem reiche Berliner an, die abseits der Großstadt Ruhe und Natur suchten. Sie ließen sich ihre Villen von Mies van der Rohe, Hermann Muthesius und anderen namhaften Architekten bauen.

Viele Baustile der Jahrhundertwende und früherer Zeiten sind hier versammelt. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ließen sich wegen der Nähe zur Filmstadt Babelsberg auch Filmstars in den Neubabelsberger Villen nieder, unter ihnen Heinz Rühmann, Brigitte Horney und Marika Rökk. In den Blick der Weltöffentlichkeit geriet das Viertel im Sommer 1945.

Damals residierten hier die alliierten Regierungschefs Harry S. Truman, Winston Churchill und Josef Stalin, die - wenn Sie nicht schliefen - im Cecilienhof das Potsdamer Abkommen verhandelten.

Eine der besonderen Attraktionen ist der FILMPARK Babelsberg. Hier - wo früher die großen Stars der UFA gewirkt haben - sehen Sie wie Film und Fernsehen heute gemacht werden. Die spektakuläre Stuntshow "Bartertown" live, die Filmtiershow oder TV-Show im Fernsehstudio 1 fesseln groß und klein.

Was die jüngeren Fans freuen wird: in halbstündlichen Führungen ist das „Original GZSZ-Außenset" zu besichtigen. Einen Überblick über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Filmstadt Babelsberg bietet die Rundfahrt durch die Medienstadt.

Das 4D-Actionkino „Metropolis" und die simulierte Tauchfahrt im original U-Boot-Filmset sorgen für Nervenkitzel pur. In faszinierenden Ausstellungen erhalten Besucher Einblick in die Arbeit von Filmhandwerk und Filmtrick. Das Sandmann-Haus mit gläsernem Studio, das Sendezentrum vom Kinderradio TEDDY, Panama - Janoschs Traumland, der Dschungel-Spielplatz oder die Farm der Tiere lassen nicht nur Kinderaugen leuchten...


Quelle: www.sehnsuchtdeutschland.com (23.11.2017)