Ein Museumsbesuch ist heutzutage nicht mehr nur das blosse Betrachten von kostbaren Exponaten. Die neue Generation von Ausstellungshäusern heisst Science-Center. Hands-on-Museen oder zu Deutsch Mitmachmuseen. Ihr Merkmal: Es darf angefasst, gefühlt, gerochen und eigenständig experimentiert werden. Sehnsucht Deutschland stellt die spannendsten Wissenschaftsmuseen des Landes vor.
Phaeno, Odysseum und Universum
Phaeno in Wolfsburg/ K. Ortmeyer
1. PHÆNO, WOLFSBURG
Seit 2005 werden die Besucher des phæno in Wolfsburg an 300 Experimenten durch die faszinierende Welt der Wissenschaft geführt. Vorgeschriebene Wege gibt es nicht, jeder entdeckt die Themenfelder wie Kunst und Naturschauspiel, Licht und Wahrnehmung, Biologie und Mensch,
Elektrizität und Magnetismus auf eigene Faust. Zu den Experimenten gehören zum Beispiel der größte Feuertornado Europas, das Hexenhaus, das die Sinne täuscht, oder der „Verrückte Salon“, in dem man schief steht und doch nicht umfällt. Zwei Besucherlabore, ein Wissenschafts-theater und ein Ideenforum bieten noch mehr Möglichkeiten zum Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Spüren. Auf drei Ebenen befinden sich Räume für Events sowie zwei Restaurants. Zusätzlich werden Sonderausstellungen, Workshops sowie Programme für Schulen und Gruppen angeboten.
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2. ODYSSEUM, KÖLN
„Hier kann Dein Wissen was erleben“, lautet das Motto des interaktiven Abenteuer-Wissenspark Odysseum in Köln. Auf 7.500 Quadratmeter Experimentierfläche mit 200 Erlebnisstationen reist man durch sechs detailliert gestaltete Erlebniswelten, die den Entdeckergeist wecken. In einem
Dschungel geht man dem Geheimnis des Lebens auf den Grund, Fragen zur Globalisierung löst man mit dem Blick von oben aus dem Weltall oder man sticht mit einem Forschungsschiff in See, um einen Blick in die Zukunft der Menschheit zu werfen. Im Odysseum werden Fragen beantwortet wie: Woher kommen wir? Was ist gerecht und ungerecht? Und warum fällt uns eigentlich der Himmel nicht auf den Kopf? Ob Biologie, Physik, Chemie, Politik oder Medizin, für jeden ist etwas dabei. Ein Highlight ist auch der gut 3 Meter hohe Animatronic-Tyrannosaurus-Rex, der sich aufrichtet, seinen Schwanz bewegt und brüllt.
3. UNIVERSUM, BREMEN
Wie leben Schlammspringer? Was ist eine Camera obscura? Wie entsteht ein Regenbogen? Im Universum werden Mensch, Erde und Kosmos aktiv erlebbar. Der Hingucker ist das walförmige Science Center mit 4.000 Quadratmetern Erlebnisfläche und rund 250 Stationen. Beliebt ist das Ruderskelett Freddy, an dem man erkennt, was beim Sport mit dem eigenen Knochengerüst geschieht. In einem Erdbebenraum lassen die Mutigsten auf Knopfdruck die Wände gewaltig erzittern. Kinder zwischen drei und acht Jahren kommen in der „Milchstraße“ auf ihre Kosten. Seit 2007 lockt im Außenbereich der 5.000 Quadratmeter große EntdeckerPark mit rund 25 Mitmachstationen zum Thema Bewegung. Bis zum 30. August 2010 endet dort unter anderem noch das Sommerferienprogramm statt, bei dem man unter dem Motto „Höher, schneller, weiter – Tierische Höchstleistungen“ seine Fähigkeiten testen und mit denen von Tieren vergleichen kann.
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