Der Bayerische Wald ist sowohl für Genussradfahrer als auch für sportlich Ambitionierte ein echtes Paradies. Sehnsucht Deutschland verrät Ihnen, welchen Wegen man besser folgen sollte.
Über 1.500 Kilometer ausgeschilderte, überregionale Radwege
Wer hoch hinaus will, fährt auf die Spitze des Pröllers (1.048 m); Foto: Tourismusverband Ostbayern
Wälder und Wiesen, Berge und Flüsse: Der Bayerische Wald bildet zusammen mit dem Böhmerwald in Tschechien das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas und wird auch als „Grünes Dach Europas“ bezeichnet.
Kein Wunder also, dass man hier ganz vorzüglich auf dem Rad die Natur genießen kann. Und es findet sich für jeden Geschmack das Richtige, von der gemütlichen Ausflugsfahrt für Gelegenheitsradler bis zur anspruchsvollen Route mit Adrenalin-Kick für sportlich Ambitionierte.
Für Familien: der Donau-Ilz-Radweg
Vom blauen Strom zur schwarzen Perle, von Niederalteich an der Donau bis nach Hutthurm/Kalteneck an der Ilz führt der rund 55 Kilometer lange Donau-Ilz-Radweg. Die landschaftlich reizvolle Strecke verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse, die 1981 stillgelegt und 2005 zum Radwanderweg ausgebaut wurde. Der autofreie, teilweise asphaltierte Weg ist ideal für Familien und lässt sich in vier Tagesetappen einteilen – die Steigungen sind moderat, die Gefälle sanft.
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Für Genussradler: der Adalbert-Stifter Radweg
Vom Bayerischen Wald bis nach Böhmen führt der 58 Kilometer lange Adalbert-Stifter-Radweg. Ausgangspunkt ist Röhrnbach, dann geht's weiter – meist auf gut befahrbarem Sandweg und auch auf einer stillgelegten Bahntrasse – über Waldkirchen, Jandelsbrunn, Neureichenau bis nach Haidmühle. Ab dem Grenzübergang Haidmühle sind gut beschilderte Radtouren in den Böhmerwald möglich. Der Adalbert-Stifter-Radweg ist ideal für Genussradler, nicht nur wegen seiner landschaftlich reizvollen Streckenführung: Entlang der Route gibt es zahlreiche Biergärten und Gasthöfe, die zur Einkehr einladen.
Für Naturfreunde: der Donau-Wald-Radweg
Wer in Jandelsbrunn vom Adalbert-Stifter Radweg abbiegt und hier in südlicher Richtung nach Breitenberg weiterfährt, befindet sich auf dem insgesamt 59 Kilometer langen Donau-Wald-Radweg. Die Route verläuft teils auf ehemaligen Bahntrassen, Forstwegen und wenig befahrenen Straßen. Allerdings gibt es ein paar „knackige“ Steigungen mit bis zu sieben Prozent. Wer konditionell fit ist, tritt auch hier in die Pedale, andernfalls geht man es einfach gemütlicher an und schiebt sein Rad. Rechts und links entlang des Weges informieren Schautafeln über die ehemalige Zahnradbahnstrecke.
Übrigens: Alle drei Radwege – Donau-Ilz-, Adalbert-Stifter- und Donau-Wald-Radweg – lassen sich zu einer Rundtour kombinieren.
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