Barocke Strenge, lieblicher Landschaftpark, Wasserspiele. Alles ist bei diesen herrlichen, einer breiten Öffentlichkeit eher unbekannten, Parks dabei. So schön ist Deutschland. Man muss nur die Augen öffnen.
Wo Natur und Kultur sich treffen
Die Emsaue in der Flora Westfalica; Foto: Flora Westfalica
Die Wahl ist getroffen, die fünft schönsten Parks des Jahres 2009 stehen fest. Der Wettbewerb findet im Auftrag des weltweit führenden Herstellers von Benzinmotoren für Gartengeräte, dem US-amerikanischen Unternehmen Briggs & Stratton, statt.
Sieger 2009 ist der Ostdeutsche Rosengarten Forst in der Lausitz in Brandenburg.
Die rund 21.000 Einwohner zählende Kreisstadt Forst (Lausitz) liegt im Südosten des Landes Brandenburg, direkt an der Neiße und somit unmittelbar an der Grenze zu Polen. Bereits im Jahr 1913 entstand auf dem heutigen Parkgelände eine Rosen- und Gartenbauausstellung. Die Gestaltung des Parkgeländes fußt auf Entwürfen des Vereins der Gärtner und Gartenfreunde der Stadt Forst (Lausitz) sowie des Gartenbaudirektors Alfred Boese (1879-1939).
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Trotz wechselvoller Zeiten blieb der Grundcharakter der Anlage am westlichen Neißeufer bis heute erhalten. Der Ostdeutsche Rosengarten gliedert sich in drei Bereiche: Den von Jugendstilelementen geprägten Rosengarten, die Wehrinsel im Stil englischer Landschaftsparks sowie der weitgehend unberührten Reisigwehrinsel. Die Einzigartigkeit dieser historischen Parkanlage liegt in der besonderen und einmaligen Komposition von Gartenkunst, Landschaftsarchitektur und botanischer Vielfalt.
Platz 2: Der Kurpark Malente in Bad Malente, Schleswig-Holstein
Der Kurpark Malente ist ein noch vergleichsweise junger Park, der auf Planungen des renommierten Gartenarchitekten Karl Plomin beruht. Zwischen 1962 und 1966 entstanden, passt sich der Kurpark eindrucksvoll an die Natur und Topographie an und bietet so beste Voraussetzungen für nachhaltige Naturerlebnisse.
Eine besondere Würdigung erfuhr der Park durch die behutsame und sorgfältige Revitalisierung des Parks zwischen 2004 und 2008 durch das Kieler Büro Siller Landschaftsarchitekten, BDLA: „Ohne modernistisch sein zu wollen, wurde die Planung Plomins auf nahezu perfekte Weise in die Gegenwart transferiert“, so das Urteil der drei Fachjuroren.
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