Die BUGA 2007 ist ein Fest, noch bis zu 14. Oktober - copyright Buga 2007 GmbH

Interview: Marlene Mortler, MdB zur BUGA 2007

Marlene Mortler, MdB und Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus

Erstmals eine BUGA in Thüringen

Die BUGA 2007 ist die erste Bundesgartenschau in Thüringen - und die erste BUGA, deren Gastgeber mit Gera und Ronneburg gleich zwei Städte sind.

Seit dem 27. April 2007 sind die Tore der BUGA geöffnet und es begann ein außergewöhnliches Fest der Sinne. 171 Tage lang, bis zum 14. Oktober 2007, können Sie neu geschaffene Parks und Landschaften entdecken, sich über die Farbenpracht von Tausenden Blumen und Pflanzen freuen, ein unverwechselbares Panorama genießen, den Duft von Kräutern und Rosen atmen, aus der Vogelperspektive die Welt betrachten, auf einer Brücke schweben, durch einen einzigartigen Wald spazieren.
Und eine Architektur erleben, die die Natur respektiert.

Marlene Mortler ist Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus und sitzt für die CSU im Bundestag. Sehnsucht Deutschland erhielt die Gelegenheit mit Frau Mortler über die vielbeachtete Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg zu sprechen.

Sehnsucht Deutschland/SD:
Sehr geehrte Frau Mortler, was macht die BUGA in Ihren Augen so besonders?

Marlene Mortler/MM:
Sie hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie hat immer wieder Beispielhaftes für die jeweilige Zeit geschaffen und bietet der Region die Möglichkeit, sich ins beste touristische Licht zu setzen. Die BUGA findet heuer erstmals an zwei Standorten statt. Es gibt keinen innerstädtischen Park, sondern eine Landschaft, die inszeniert wird.
800 ha Abraumhalden, die aussahen wie eine Mondlandschaft, wurden zum Leben erweckt. Es ist eine Riesenchance diese gelungene Revitalisierung vorzustellen.
Bislang war der Osten Thüringens kein Besuchermagnet für Touristen. Man geht eher auf den Rennsteig oder nach Weimar.
Die Region war in Vergessenheit geraten. Durch die BUGA wird sie wieder ins Bewusstsein gerückt und zeigt, Thüringen hat noch mehr zu bieten als Weimar, Wurst und Wartburg.

SD: Was bringt die BUGA der Region?

MM:
Die BUGA ist aus meiner Sicht ein Glücksfall für die Region. Gera und Ronneburg haben eine rasante Frischzellenkur bekommen. Eine neue Straßenbahnlinie wurde gebaut, das Theater ist glanzvoll restauriert worden. Das heißt die BUGA ist Motor für Stadt- und Regionalentwicklung und hat einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der sogenannten weichen Standortfaktoren geliefert. Die Menschen identifizieren sich wieder mehr mit ihrer Heimat.
Der wichtigste Quellmarkt für die BUGA wird Thüringen selbst sein. Aber Gera und Ronneburg haben logistisch eine Toplage mit Blick auf die angrenzenden Bundesländer und ich setze hier nicht nur auf Bayern.
Ich freue mich, dass Thüringens Tourismus die BUGA gezielt nutzt, um über die BUGA hinaus nachhaltig für den Thüringen Tourismus zu werben.
Ich erinnere an den Titel „BUGA 2007 – Zeitraum für Begegnungen – natürlich in Thüringen“.
Ob durch sechs große Begleitveranstaltungen in der Region, ob durch geschnürte Spezialpakete, wie die Landesausstellung zur Heiligen Elisabeth in Eisenach verbunden mit einem BUGA-Besuch – die Tourismusexperten machen BUGA-Gästen Lust, mehr von Thüringen zu entdecken.

 

Freiluft Konzert als Sehnsucht

BUGA OnlineMarlene Mortler Online

Programm zur BUGA 2007

SD: Mit Kindern auf der BUGA; die Natur ein Stück näher gebracht?

MM:
Kinder sehen die Natur mit anderen Augen, man muss sie loslassen die Natur zu entdecken. Die BUGA bietet diese Möglichkeit. Ich denke auch an die begehbare Bratwurst, an den Entdeckerturm mit verschiedenen Kletterschwierigkeitsgraden, das Spieloval, an die Seilkletteranlage und die vielen Kinderveranstaltungen. Das Puppentheater Gera oder der Kinderzirkus aus Halle werden kommen und zum Weltkindertag am 20.09. gibt es weitere Aktionen.

SD: Welches Event das im Rahmen der BUGA stattfindet ist Ihr persönliches Highlight?

MM:
Ich stelle mir einen Konzertabend im Freien – zum Beispiel mit dem MDR-Sinfonieorchester - traumhaft vor.

SD: Wer gehört Ihrer Meinung nach zur Kernzielgruppe der BUGA?

MM:
Die Kernzielgruppe sind und bleiben die klassischen Gartenschaugäste und die Blumenfreunde. Wenn heuer wieder mehr Kinder kommen als in den Vorjahren liegt das sicher an der kinderfreundlichen Konzeption.

 
Blühende Tulpen vor der Orangerie im Geraer Küchengarten - copyright Buga 2007 GmbH
 

Ist die BUGA noch zeitgemäß?

Gera OnlineRonneburg Online

SD: Was will man mit der Ausstellung erreichen?

MM:
Neben den Gartenschauen gibt es heute keinen besseren Motor, der so großflächige Grünflächen schaffen kann. Der gesellschaftliche Effekt ist nicht zu unterschätzen. Dauerhafte Grünanlagen sind Naherholungsraum für die Zukunft. Noch heute zehren viele Städte von großen Parks. Mit der Ausstellung will man nicht nur Tagestouristen anlocken. Mit den Zwei-Tagestickets sollen die Gäste animiert werden länger zu bleiben. Ob Beherbergung, Gastronomie oder Einzelhandel – alle sollen profitieren.

SD: Ist die BUGA noch zeitgemäß?

MM: Ja. Die BUGA ist immer mit der Zeit gegangen. Showaspekte haben an Bedeutung gewonnen. Damit ist man dem Publikumsgeschmack näher gekommen. Die Besucherzahlen spielen eine wichtige Rolle. BUGA’s müssen sich immer wieder mit neuen Konzepten bewähren. Das macht den Charme aus. Alle zwei Jahre stellt die BUGA an die Initiatoren die Herausforderung neue Ideen umzusetzen

SD: Sehr geehrte Frau Mortler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 
 

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