Im Herzen des Landes liegt er: der größte Urwald Deutschlands. Der Hainch in Thüringen wird holzwirtschaftlich nicht mehr genutzt, dafür kommen jetzt Schwindelfreie auf ihre Kosten: auf dem Baumkronenpfad.
Zurück zur Natur
Auf dem Baumkronenpfad; Foto: Rüdiger Biehl
Im Nationalpark Hainich lädt eine faszinierende, unberührte Landschaft mit einer seltenen Pflanzen und Tierwelt zum neu entdecken der Natur ein. Der Nationalpark Hainich wurde 1997 als 13. Nationalpark Deutschlands gegründet. Seine Fläche beträgt 7.500 Hektar.
Mit einer Gesamtfläche von ca. 16.000 Hektar ist der Hainich das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Er liegt in Deutschlands Mitte, in Thüringen, im Dreieck der Städte Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza.
Im Nationalpark Hainich soll sich der "Urwald mitten in Deutschland" ungestört entwickeln können. Entsprechend dem Motto der deutschen Nationalparke, "Natur Natur sein lassen", sind aktuell bereits 91 % der Gesamtfläche des Nationalparks ungenutzt. Lediglich Nadelwaldbestände und Weideflächen unterliegen noch einer Nutzung.
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Das bedeutet, dass der Hainich mit ca. 5.000 Hektar zurzeit die größte nutzungsfreie Laubwaldfläche in Deutschland aufweist.
Der Hainich ist ein Muschelkalk-Höhenzug; seine höchste Erhebung ist mit 494 Metern der Alte Berg. Kennzeichnend für den Hainich sind die in Mitteleuropa typischen Laubwälder. Es sind Waldflächen, wie sie von Natur aus in Mitteleuropa ohne Einfluss des Menschen großflächig auftreten würden, mit der Rotbuche als dominierende Baumart. Der Hainich weist ein großes Spektrum von Buchenwaldgesellschaften auf, in denen neben der Rotbuche auch zahlreiche andere Laubbaumarten, wie Eschen, Ahorne, Linden und die seltene Elsbeere vorkommen.
Buchenwälder gibt es nur in Europa, schwerpunktmäßig in Mitteleuropa.
Der Nationalpark Hainich ist weltweit einzigartig, da er als einziger Nationalpark Kalk-Buchenwälder auf Muschelkalk in mittlerer Höhenlage schützt. Im Gegensatz zu vielen anderen Waldgebieten Deutschlands und Mitteleuropas sind im Hainich die Waldbestände trotz Jahrhunderte langer Nutzung relativ naturnah geblieben. Naturfremde Bestände nehmen nur geringe Anteile ein; so beträgt im Nationalpark der Nadelholzanteil nur ca. 3 % der Gesamtfläche.
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