Köln ist ein Gefühl, sagt man über die viertgrößte Stadt Deutschlands. Auch Sehnsucht Deutschland-Redakteurin Bettina Sandt hat sich von diesem anstecken lassen.
Leeve un leeve losse
Das Herz von Köln: die Altstadt mit ihren bunten Häuserfassaden; Foto: www.koelntourismus.de
Kölns Faszination lässt sich nicht an der Größe des Doms, am Alter der Stadt oder an der Länge des Rheins festmachen. Es ist in erster Linie das „Kölsche Vita“, wie man es hier nennt, das die Begeisterung für die Stadt auslöst – eben ein „Jeföhl“, von dem schon die Kölner Kultband De Höhner ein Lied zu singen wusste.
Der Kölner zelebriert die Verbundenheit mit seiner Stadt und gestaltet seinen Alltag ganz nach dem Motto: „Leeve un leeve losse“ (leben und leben lassen). Toleranz wird großgeschrieben: Nicht umsonst gibt es in Köln die größte Gay Community Deutschlands, ist hier eine Hochburg des Karnevals, finden Menschen aller Herren Länder hier ein neues Zuhause.
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Ebenso zur Stadt gehört das Kölsch, das helle obergärige Bier. Die „Kölsch-Kultur“ erlebt man am besten in einer der Altstadtbrauereien. Da sitzen Manager neben Bauarbeitern, Einheimische neben Touristen und genießen bei der einen oder anderen Stange (das Kölschglas) die Atmosphäre.
Serviert wird das Kölsch vom „Köbes“, dem typischen Brauhauskellner in blauer Kluft, der mit frechen Sprüchen für Stimmung sorgt. Dazu ein „Halver Hahn“ (ein halbes Roggenbrötchen mit Käse, Gurke, Senf und Zwiebeln) oder „Himmel un Ääd“ (Stampfkartoffeln mit Apfelmus und häufig Blutwurst) und das Leben ist in Ordnung.
Hergestellt werden darf die Bierspezialität laut Kölsch-Konvention von 1986 nur von den 24 Kölsch- Brauereien in Köln und Umgebung. Zu den traditionellsten Brauhäusern gehören das Päffgen (gesprochen Päffchen), Gaffel und Früh.
Auf dem Köln-Programm nicht fehlen darf natürlich der Besuch des 750 Jahre alten Doms, der mit 6,5 Millionen Besuchern im Jahr die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands ist und mit 157,38 Metern Höhe sogar die dritthöchste Kathedrale der Welt.
Ein neues Highlight ist seit 2007 u. a. das 106 Quadratmeter große Fassadenfenster aus mundgeblasenem Echt-Antikglas von Gerhard Richter, das der aus Dresden stammende Maler in gleich große Quadrate in 72 verschiedenen Farbtönen gliederte.
Sehenswert ist auch das neue Eingangsbauwerk, durch das man nun auf den Kirchturm laufen kann.
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