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Hildesheimer Dom, Innenansicht. Foto: Dom-Museum Hildesheim, Astrid Schwarz

Zentrum romanischer Baukunst - UNESCO Welterbe Hildesheim

Die großartige Architektur der Michaeliskirche, die monumentale, mittelalterliche Ausstattung des Doms und der prachtvolle Domschatz machen Hildesheim zum Zentrum romanischer Kunst und seit 1985 zum Welterbe der UNESCO.

Text: Redaktion SD

Fotos: Dom Museum Hildesheim/Tomio/Schwarz

Historische Ausstellungsstücke im Welterbe Hildesheimer Dom

Hildesheimer Dom, Bernwardstür. Foto: Dom-Museum Hildesheim, Frank Tomio

Hildesheimer Dom, Bernwardstür. Foto: Dom-Museum Hildesheim, Frank Tomio

Der Hildesheimer Dom und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab. Die beiden Gebäude und die zu ihnen gehörenden Kunstschätze vermitteln einen umfassenden Zugang zum Verständnis der Einrichtung romanischer Kirchen im christlichen Abendland.

St. Michael, 1010 bis 1022 von Bischof Bernward von Hildesheim erbaut, ist ein Schlüsselwerk der mittelalterlichen Kunst. Der Grundriss der doppelchörigen Basilika ist durch strenge Symmetrie gekennzeichnet: Zwei Chören, einem im Osten und einem im Westen, ist je ein weit über die Seitenschiffe hinaus vorspringendes Querhaus vorgeschaltet; an ihren Giebelseiten erheben sich beiderseits schlanke Rundtürme, die mit den gedrungenen Vierungstürmen kontrastieren.

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Im Langhaus wechseln vier Eckpfeiler mit paarweise gekoppelten, würfelkapitelletragenden Rundstützen ab. Dieser einem bis dahin unbekannten Rhythmus folgende, den Aufriss des Mittelschiffs bestimmende Stützenwechsel war eine der erfolgreichsten Erfindungen der ottonischen und romanischen Kunst.

St. Michael und der 1046 neu erbaute Dom bewahren eine bedeutende Zahl von historischen Ausstattungsstücken: in St. Michael die bemalten Stuckreliefs der Chorschranken (Ende des 12. Jahrhunderts) und die breite bemalte Holzdecke, die die Wurzel Jesse darstellt (1230). Außergewöhnliche Werke der Gießkunst sind die Bronzetüren und die Bronzesäule von etwa 1020, die im Dom aufbewahrt werden.

In diesem Jahr dürfte die Michaeliskirche noch bekannter werden, denn sie schafft es jetzt sogar auf unsere 2-Euro-Münze. Deutschland gibt seit 2006 stets neue 2-Euro-Gedenkmünzen aus. In der Serie „Die deutschen Bundesländer“ ist 2014 Niedersachsen mit der Michaeliskirche an der Reihe.

Sehnsuchts-Tipp
Führungen wie „Auf den Spuren Bischof Bernwards“ machen die Bauwerke zum Erlebnis. Ein besonderes Ereignis sind Orgelkonzerte in den Kirchen, die zu unvergleichlichen Klangräumen werden.

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