Mit 2.569 Quadratkilometern ist das Saarland Deutschlands kleinstes Flächenland und nach Berlin, Hamburg und Bremen das viertkleinste Bundesland. Wer meint, dass dort deswegen nichts los ist, irrt.
Genuss - im Saarland ein Muss
Gute Küche wird im Saarland groß geschrieben; Foto: www.tourismus.saarland.de
Klein ist es das Saarland. Doch dafür kann es auf eine ganz schön lebhafte Geschichte zurückblicken. Mal war es deutsch, dann wieder französisch, mal eigenständig. Ganze achtmal fand dieses Wechselspiel in den letzten 200 Jahren statt.
Und die bewegte Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen – ob in der Architektur, der Mentalität und vor allem in der regionalen Küche. „Leben wie Gott im Saarland“ könnte es daher auch heißen, denn Genuss steht für den Saarländer ganz oben auf der Prioritätenliste. Über alles liebt er seinen „Dibbelabbes“ (Kartoffelauflauf mit Speckwürfeln), die Hoorischen (längliche Kartoffelklöße) und die Verheirateten (Mehlknödel mit Kartoffeln). Der Lyoner – ein Ring Fleischwurst – darf ebenso nicht fehlen.
Saarland
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Im Saarland wird von regionaler Landhausküche bis zum französischen Spitzenmenü alles geboten. Und allein drei Sternehäuser schmücken den saarländischen Küchenhimmel wie zum Beispiel das Victor’s Gourmet-Restaurant Schloss Berg in Nennig, in dem Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch Christian Bau im romantischen Ambiente des Renaissance-Schlosses seine Gäste verwöhnt. Ein Muss für Feinschmecker.
Aber auch als Weinregion hat das Saarland, das im Nordosten an Rheinland-Pfalz, im Südwesten an Frankreich und mit seiner Westspitze an Luxemburg grenzt, einen Namen. Zu Ruhm kam es vor allem wieder, seit vor rund 60 Jahren einige Winzer gegen alle Ratschläge auf den durch den Zweiten Weltkrieg verwüsteten Moselhängen Wein anpflanzten. Heute sind es etwa 130 Hektar rund um die Orte Perl, Nennig und Sehndorf, die, meist von Familienbetrieben, bestellt werden.
Auf dem Muschelkalkboden des Bereiches „Moseltor“ in der Großlage „Schloss Bübingen“ gedeihen Weine mit besonderem Charakter, wie zum Beispiel die vielfach prämierten Burgunderweine und -sekte. Am besten lernt man den saarländischen Wein bei einer Weinprobe kennen. Besonders schön ist es von April bis Oktober zum „Saarländischen Weinsommer“, wenn die Winzer an den Wochen enden ihre Weinkeller und Probierstuben öffnen.
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