Zwei Mal im Jahr regiert in Kulmbach das Bier: Am 5. Januar wird in Kulmbach das erste Bierfass zum traditionellen Stärk' antrinken angezapft. Ende Juli wartet dann die Bierwoche auf die Kulmbacher, die seit über 60 Jahren stattfindet.
Bierselig im Frankenwald
Die Plassenburg thront über Kulmbach; Foto: Frankenwald Tourismus
Bier macht stark, Starkbier macht stärker: Im Frankenwald werden nach uraltem Brauch die Kräfte für das neue Jahr mobilisiert. Am Vorabend des 6. Januar wird in Kulmbach und vielen anderen Orten vor allen in Oberfranken das erste Bierfass zum traditionellen Stärk' antrinken angezapft.
Das Stärk’ antrinken (hochdeutsch „Stärke antrinken“) ist ein alter Brauch zu Beginn des neuen Jahres. Er findet am Vorabend des 6. Januar statt, der im Volksglauben den Beginn des neuen Jahres markiert (tatsächlich beginnt das neue Jahr am 1. Januar, wie nämlich 1582 durch Papst Gregor XIII. mit der päpstlichen Bulle Inter gravissimas angeordnet).
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Verbreitet ist der Brauch vor allem in Oberfranken und den angrenzenden Regionen. „Stärk’“ oder „Stärke“ steht dabei für Kraft und Gesundheit. Niemand weiß, was das neue Jahr mit sich bringt. Es ist deshalb Brauch, sich gegen alle möglichen Widrigkeiten zu wappnen.
Dazu trinkt man sich im Kreise von Familie oder Freunden Kraft und Gesundheit – die „Stärk“ – an. Gefeiert wird oft in Gaststätten. Viele Brauereien unterstützen den Brauch mit einem speziellen Starkbier, das für das „Stärk’ antrinken“ besonders geeignet sein soll. In manchen Gegenden ist es aber auch durchaus üblich, sich die Stärke erst am Abend des 6. Januar anzutrinken.
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