Kaiserliches Staatssiegel mit Doppeldrachenknauf, Palastmuseum Peking

Chinoiserien vom Feinsten

"Goldener Drache – Weißer Adler: Kunst im Dienste der Macht am Kaiserhof von China und am sächsisch-polnischen Hof": Die Ausstellung im Residenzschloss Dresden zeigt bis zum 11. Januar 2009 400 hochkarätige Exponate in den Paradeappartements Augusts des Starken.

Sechs Themenbereiche stellen Dresden und China einander gegenüber

links: Darst. einer Hofdame, rechts: Maria Antonia von Bayern. Foto: E.Estel u. H.-P. Klut, SKD

Dass Herrschaft nicht nur realer Macht bedarf, sondern vor allem auch der Inszenierung, ist keine neuzeitliche Erfindung. Umso reizvoller erscheint es, kulturell unterschiedlich geprägte, in ihren Vorgehensweisen aber vergleichbare historische „Schaltzentralen der Macht“ zu vergleichen und auf ihre Funktionsweisen hin zu befragen. Gemeinsam mit dem Palastmuseum Peking zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden daher ein breit angelegtes Ausstellungsprojekt mit circa 400 hochkarätigen Exponaten. Erstmals werden Schätze aus dem chinesischen Kaiserpalast mit Kunstwerken eines westlichen Herrscherhauses in einer Ausstellung vereint

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Der chinesische Kaiserhof, durch seine mehrtausendjährige Tradition unerreichbar in der Vielfalt seiner Schätze, findet ein würdiges Pendant im sächsisch-polnischen Hof des 18. Jahrhunderts. Als Zentrum der europäischen China-Mode steht er beispielhaft für das große europäische Interesse an dem fernen Kaiserreich, seinen Produkten, seinen Künsten und seiner Philosophie.

Die Ausstellung wird neben einer einführenden Abteilung sechs Themenbereiche unterscheiden, die stets „China“ und „Dresden“ einander gegenüberstellen und den Blick auf das jeweils Fremde mit aufnehmen. Sie sind als „Repräsentation der Herrschaft“, „Festkultur“, „Hofstaat“, „Herrschaftliche Architektur“, „Hofkünste und Wissenschaften“ sowie „Politik und Diplomatie“ überschrieben.

„Goldener Drache – Weißer Adler“ reist im Frühjahr 2009 zum 60. Jubiläumsjahr der Volksrepublik China in die Verbotene Stadt. Die Ausstellung wird vom 19. April bis zum 19. Juli 2009 dann im Palastmuseum in Peking zu sehen sein.

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