Das Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling gehört mit über 150 Gebäuden aus den Jahren 1580 bis 1850 und über 60.000 Objekten volkskundlicher Sammlung zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas. Darüber hinaus ist das Museum in die Liste "national wertvolles Kulturgut" eingetragen.
Die Gebäude stammen aus dem gesamten Bayerischen Wald - von der Donauebene bis zum Böhmerwald und vom Wegscheider Land an der österreichischen Grenze bis zum Oberen Bayerischen Wald bei Cham.
Auf einem Spaziergang durch das Museumsdorf erwarten den Besucher wunderschöne alte Bauernhöfe, Kapellen, Mühlen, farbenprächtige Bauerngärten und alte Haustierrassen. In den Gebäuden sieht man Ausstellungen zum religiösen und alltäglichen Leben.
Vater des Museumsdorfs ist Georg Höltl, der Begründer von Rotel Tours. Als er 1973 das Hotel Dreiburgensee eröffnete, wurde er auf die nur wenige 100 Meter entfernte über 500 Jahre alte Rothaumühle aufmerksam. Ihr Abbruch war bereits beschlossen, doch er kaufte die Mühle und restaurierte sie. 1974 eröffnete er in ihr ein Heimatmuseum, der Beginn für das Museumsdorf Bayerischer Wald.
Da die historische Hauslandschaft im Bayerischen Wald immer weiter verschwand. stellte sich Georg Höltl zur Aufgabe, wenigstens einen Teil der historischen Bausubstanz zu retten und auch den zugehörigen Hausrat sowie Gerätschaften zu sammeln. In 25 Jahren Bauzeit entstand so das Museumsdorf Bayerischer Wald.
Mit den Jahren erhielt Höltl eine Flut von Verkaufsangeboten aus allen Teilen des Bayerischen Waldes - vom landwirtschaftlichen und handwerklichen Gerät über altes Mobilar bis zu ganzen Gehöften.
Nach einem Spaziergang durch das Museumsdorf, genießt man anschließend im Gasthaus Mühlhiasl, dem Museums-Wirtshaus, bayerische Spezialitäten, Kaffee und Kuchen.
Von Ostern bis Ende Oktober hat das Museumsdorf täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt vier Euro. Kinder unter 12 Jahren in Begleitung der Eltern haben freien Eintritt.
In Riedlhütte im Landkreis Freyung-Grafenau kann man eine Kunst kennenlernen, die den Bayerischen Wald berühmt gemacht hat – die Glasmacherei.
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