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Sehnsucht Deutschland - Film
Paul Klee, Freundliches Spiel, 1933, Slg. Scharf-Gerstenberg, Berlin. Foto: Jörg P. Anders

Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin

Am 11. Juli 2008 haben die Staatlichen Museen zu Berlin die Sammlung Scharf-Gerstenberg eröffnet. Unter dem Titel „Surreale Welten” werden mehr als 250 hochkarätige Werke der Surrealisten und ihrer Vorläufer gezeigt.

Die Geschichte der phantastischen Kunst wird deutlich

Sammlung Scharf-Gerstenberg, Stülerbau in Berlin-Charlottenburg. Foto: visitBerlin.de

Sammlung Scharf-Gerstenberg, Stülerbau in Berlin-Charlottenburg. Foto: visitBerlin.de

Das Spektrum der ausgestellten Künstler reicht von Piranesi und Goya über Klinger und
Redon bis zu Dalí, Magritte, Max Ernst und Dubuffet. Mit der Eröffnung der Sammlung Scharf-Gerstenberg gegenüber dem Museum Berggruen entsteht in Charlottenburg durch die Kooperation der Nationalgalerie mit privaten Sammlern ein Museumsquartier der Klassischen Moderne.

Die Sammlung Scharf-Gerstenberg besitzt ein klares inhaltliches Profil und zeichnet mit über 250 Gemälden, Skulpturen und Arbeiten auf Papier die Geschichte der phantastischen Kunst nach. Im Zentrum der Kollektion steht der Surrealismus, eine Bewegung zur Erneuerung der Kunst, deren Grundsätze 1924 in Paris durch André Breton in einem Manifest verkündet wurden.

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Fast alle Mitglieder der Surrealistengruppe sind mit ausgewählten Arbeiten in der Sammlung vertreten. Größere Werkgruppen gibt es insbesondere von René Magritte, Max Ernst und Hans Bellmer, jedoch auch von Wols und Paul Klee. Die zentralen Bildstrategien des Surrealismus wie beispielsweise Kombinatorik, Metamorphose und reiner psychischer Automatismus werden durch zahlreiche meisterhafte Beispiele vor Augen geführt.

Der Surrealismus steht in einer bedeutenden Traditionslinie der abendländischen Kunst. Zu den frühesten Werken der Sammlung zählen Piranesis Darstellungen phantastischer Kerkerarchitekturen sowie die albtraumhaften Spukgestalten in Goyas Radierungen. Der französische Symbolismus des späten 19. Jahrhunderts ist mit Bildern von Odilon Redon oder Gustave Moreau ebenso vertreten wie sein deutsches Pendant in Gestalt graphischer Zyklen Max Klingers.

Erweitert wird das Spektrum der gezeigten Kunst durch ein Filmprogramm, das klassische surrealistische Filme von Luis Buñuel und Salvador Dalí ebenso umfasst wie Filme zeitgenössischer Künstler, die auf den Surrealismus Bezug nehmen oder dessen formale Mittel verwenden.

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