Fenster schliessen
Sehnsucht Deutschland - Film
Nächtliches Panorama; Foto: koelntourismus.de

Wahrzeichen: Der Dom in Köln ist Welterbe der UNESCO

Er ist eine der architektonischen Glanzleistungen der Menschheitsgeschichte: Als vollkommenstes Beispiel des gotischen Baustils zum Welterbe erklärt, ist der Kölner Dom DAS Wahrzeichen der Rheinmetropole und Weltkulturerbe der UNESCO seit 1996.

Text: Redaktion SD

Fotos: Köln Tourismus

Bauwerk der Superlative

Die Türme des Kölner Doms sind von weitem sichtbar; Foto: koelntourismus.de

Die Türme des Kölner Doms sind von weitem sichtbar; Foto: koelntourismus.de

Die größte Kathedrale Deutschlands ist mit rund sieben Millionen Besuchern jährlich das meistbesuchte Architekturdenkmal des Landes. Seine Größe wird durch das gigantische Turmpaar unterstrichen, das seit seiner Vollendung im Jahr 1880 das Panorama der Domstadt beherrscht. Bis heute ist der Dom, nach dem Fernmeldeturm, das zweithöchste Gebäude in Köln.

Der Grundstein zum gotischen Dom wurde am 15. August 1248 zum Fest Mariae Himmelfahrt gelegt. Der alte Dom war nicht mehr repräsentativ genug, die Gebeine der Heiligen Drei Könige zu beherbergen, die der Erzbischof Rainald von Dassel 1164 aus dem eroberten Mailand in die Domstadt mitgebracht hatte. Durch diese Reliquien wurde der Dom zu einer der wichtigsten Pilgerstätten Europas.

-- Anzeige --



Im frühen 16. Jahrhundert kam es – teils aus Geldmangel, teils aus Desinteresse – zum Baustopp. Zu diesem Zeitpunkt waren der Chor, der untere Teil des Südturms mit Glockenstube sowie Lang- und Querhaus bis zur Höhe der unteren Arkaden fertig gestellt. Der Nordturm existierte fast noch gar nicht. Über 300 Jahre bestimmte der gewaltige Torso mit einem großen Baukran auf dem unvollendeten Südturm das Panorama der Stadt.

Um die Wende zum 19. Jahrhundert richteten die Anhänger der deutschen Romantik durch ihre Begeisterung für das Mittelalter das öffentliche Interesse erneut auf den unvollendeten Dom. Der Weiterbau wurde nun auch als nationales Anliegen der Deutschen gesehen. 1842 legte König Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein für en Weiterbau. Vollendet wurde der Dom 1880 – nach dem überlieferten Plan aus dem Mittelalter – in einer Rekordzeit von nur 38 Jahren.
Bei ihrer Vollendung war die Dom-Kathedrale das größte Gebäude der Welt.

Es grenzt an ein Wunder, dass der Kölner Dom den Zweiten Weltkrieg trotz Bombenhagel überstand, auch wenn er etliche schwere Schäden davon trug. Heute setzen vor allem Witterung und Umwelteinflüsse dem Dom zu. Die Dombauhütte arbeitet ständig an seiner Erhaltung und Restaurierung – Baugerüste zeugen von den anhaltenden Fassadenarbeiten.

Übrigens: Erstmals wurde mit dem Kölner Dom am 5. Juli 2004 eine Welterbestätte aus Deutschland auf die Liste des Welterbes in Gefahr, die so genannte Rote Liste, gesetzt. Hintergrund war die Gefährdung der visuellen Integrität des Doms und der einzigartigen Kölner Stadtsilhouette durch geplante Hochhausbauten auf der dem Dom gegenüberliegenden Rheinseite. Nach zwei Jahren, am 10. Juli 2006, konnte der Dom wieder aus der Roten Liste gestrichen werden.

Seite 1 von 3
<< < 1 2 3 > >>

Weitere interessante Artikel

Typisch Deutsch: Quarkkäulchen - sächsische Leckerei

Wer in Dresden nach lukullischen Spezialitäten fragt, wird vor allem auf die Dessertkarte verwiesen. Hier haben auch die "Quarkkäulchen" ihren festen Platz.

Deutsche Weine lieben - Muss Rotwein kochen?

Wenn vermeintlich zu kalter Rotwein als Anlass für eine Eskalation der Extraklasse ausreicht, ist das für Manfred Klimek alias Captain Cork ein guter Grund, mal ganz ohne Polemik richtig auf Temperatur zu kommen.

Goslar – im Schlendrian durchs Mittelalter

Goslar am Harz, die ehemalige Kaiserstadt, nennt sich heute auch "Stadt der 1.500 Fachwerkhäuser". Ein Gang durch die Straßen ist wie ein Besuch im Mittelalter.

Glasmacherei Riedlhütte - Von der Scherbe zum Schmuckstück

In Riedlhütte im Landkreis Freyung-Grafenau kann man eine Kunst kennenlernen, die den Bayerischen Wald berühmt gemacht hat – die Glasmacherei.

Saarland - drei Dinge, die gesehen werden müssen

Deutschlands schärfste Kurve gehört keiner reizenden Saarländerin, sondern der Saarschleife, die die Existenzberechtigung Nummer eins für den Aussichtspunkt Cloef bei Mettlach ist.

Suche  
Fotowettbewerb 2016
Jetzt den Kalender 2017 bestellen!
Cover 2015
Magazin hier bestellen!
Ausgabe 04/2016

Ausgabe 04/2016


Einzelausgabe
Leseprobe

Newsletter hier anmelden!





Urlaubskataloge kostenlos bestellen
  • Wilhelmshaven - Lust auf Meer
  • OstseeFerienLand - wo Urlaub in Schleswig-Holstein am Schönsten ist
  • Kühlungsborn - das Ostseebad mit Flair
  • Heilklima-Wandern in Deutschland
  • Brilon & Olsberg im Sauerland
  • Rheinland-Pfalz - ROMANTIC CITIES

Deutsches Welterbe

UNESCO Weltkulturerbe Lübecker Altstadt

Lübeck, die Königin der Hanse, wird im Jahre 1143 als erste "abendländische Stadt an der Ostseeküste" gegründet. Sieben Kirchtürme prägen die vom Wasser umschlossene Altstadtinsel mit ihrem historischen Stadtkern, die 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO geworden ist.

> mehr

Geheimtipp Köln

Cafe Sehnsucht Köln

Sehnsucht Köln, besonders nettes Cafe & Restaurant in der angesagten Körnerstraße von Köln-Ehrenfeld.

> Geheimtipp Köln - Cafe Sehnsucht

Deutsches Welterbe

Zeche Zollverein in Essen - Weltkulturerbe der UNESCO

Das Weltkulturerbe Zollverein – ehemals die „schönste Zeche der Welt“ - ist das bekannteste Industriedenkmal und Zentrum der Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet. 2001 wurde es auf die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen und ist heute ein Edelstein der Route der Industriekultur

> mehr

Deutsches Welterbe

Aachener Dom: Welterbe der UNESCO seit 1978

Der Aachener Dom wurde als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Der um 790 bis 800 unter Karl dem Großen erbaute Dom ist eines der großen Vorbilder religiöser Architektur.

> mehr
-- Anzeige --


-- Anzeige --