Die Sächsische Dampfschifffahrtsflotte fährt mit neun, zum Teil über 120 Jahre alten Dampfern sogar noch weiter als Pillnitz.
Mit der Dresden auf der Elbe
Rietscheldenkmal auf der Brühlschen Terrasse. Foto: Sylvio Dittrich
Die Sächsische Dampfschifffahrtsflotte, mit neun, zum Teil über 120 Jahre alten Dampfern, ist nicht nur die älteste und größte der Welt. Sie bietet dem Besucher vor allem die Möglichkeit, stilecht historische Schauplätze, Schlösser und Burgen und die Kulisse der Sächsischen Schweiz in einer angemessenen Geschwindigkeit zu bereisen. „Sehnsucht Deutschland“ hat von Dresden aus auf diesem Weg die Sommerresidenz des Sächsischen Hofes in Pillnitz bereist.
Eine halbe Stunde vor der Abfahrt macht sich ein Matrose noch mit einem Putztuch an der „Steamboat-Whistle“ des 81 Jahre alten Schaufelraddampfers „Dresden“ zu schaffen,
-- Anzeige --
bis sie makellos glänzt. Schulklassen warten ebenso wie Rentnerreisegruppen am Fuße der Brühlschen Terrasse darauf, das Schiff zu betreten. Die Schaufelräder, rechts und links der Mitte des fast 70 Meter langen Bootes, beginnen gleichmäßig zu rotieren: „Tsch-tsch-tschtsch“, tauchen die Ruder ins relativ flache Wasser der Elbe.
Im Schiffsinneren liegt das Schmuckstück, die Maschine, für jeden Reisenden einsehbar wie in einem Museum, nur tut das glänzende Stück seine Arbeit tadellos. In dem heißen Raum bewegen sich die riesigen Kolben und produzieren 300 PS. Es riecht nach schwerem Öl. Auf drei Ebenen finden die Gäste alle problemlos Sitzplätze, denn wegen des niedrigen Elbpegels werden nicht alle 600 Plätze vergeben. Fast spiegelglatt strömt die Elbe Richtung Meissen und weiter Richtung Hamburg und Nordsee.
Die „Dresden“ legt gegen die Strömung in Richtung Tschechien ab. Anderthalb Stunden wird die Fahrt nach Pillnitz dauern, immer im Stadtgebiet Dresdens. Noch bevor die älteste frei über der Elbe schwebende Stahlbrücke „Blaues Wunder” unterfahren wird, sind auf der linken Uferseite drei wunderschöne hochherrschaftliche Elbschlösser am Hang zu sehen, die beliebte
Ausflugslokale sind. Am flachen rechten Elbufer ist die alte Arbeitersiedlung Johannstadt zu sehen. Der Schornstein des Dampfers wird eingeklappt, um eine Kollision mit dem „Blauen Wunder“ zu vermeiden.
Weitere interessante Artikel
Sachsen – Das Zwergenland des Weinbaus
In Sachen Qualität und Vielfalt steht das kleinste Weinbaugebiet Deutschlands seinen großen Mitstreitern in nichts nach. Mengenmäßig nur ein kleiner Lieferant, bringt Sachsen nichtsdestotrotz empfehlenswerte Spitzenweine hervor.
Wilhelmshaven - Darf es ein bisschen Meer sein?
Hafen-Feeling pur, City-Life und maritime Attraktionen – die niedersächsische Nordseestadt Wilhelmshaven am südlichen Jadebusen bietet mehr als See und Sonne. Zahlreiche kulturelle Einrichtungen laden zu Theater, Kunst, Musik und Comedy ein.
Deutscher Klassiker: Porzellan ist Meissens weißes Gold
Scherben bringen Glück und es ist sicher viel zu Bruch gegangen in den letzten Jahrhunderten. Denn 2010 feierte das von Friedrich Böttger erfundene Porzellan 300. Geburtstag. Uta Buhr feierte mit.
Türckische Cammer in Dresden - Osmanische Pracht
Die Türckische Cammer im Dresdner Residenzschloss ist eine echte kulturelle Weltsensation und ist seit Wiedereröffnung Anfang März 2010 wieder einer der festen kulturellen Höhepunkte beim Stadtbesuch.
Hafengeburtstag Hamburg - das größte Hafenfest der Welt
Über 820 Jahre nach Ausstellung des Freibriefes durch Kaiser Barbarossa feiert Hamburg seinen Hafen wie keine andere Stadt auf der Welt. Windjammer, Schlepperparade und Megafeuerwerk werden dann von mehr als 1 Million Menschen bestaunt.