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Kloster Maulbronn Gesamtansicht. Foto: Kloster Maulbronn/Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Perle der UNESCO - Kloster Maulbronn ist Welterbe

Zwischen Karlsruhe und Pforzheim liegt das Kloster Maulbronn nahe Bretten und ist die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. Der 1993 vergebene Titel Weltkulturerbe für das Kloster ist hochverdient.

Text: Redaktion SD

Fotos: Kloster Maulbronn/Staatsanzeigerverlag

Klösterliches Leben seit dem 12. Jahrhundert - Kloster Maulbronn

Alles ist so unheimlich alt und schön - Fenster in Maulbronn. Foto: Staatsanzeigerverlag

Alles ist so unheimlich alt und schön - Fenster in Maulbronn. Foto: Staatsanzeigerverlag

Hauptkriterien für die Aufnahme in die Welterbeliste 1993 waren die nahezu ungestörte topographische Situation des Klosters mit seiner durch die Zisterzienser geprägten Kulturlandschaft und der Modellcharakter des Kulturgutes: In seiner Gesamtheit ist Maulbronn weltweit ein Einzelfall, der es ermöglicht, ein zuverlässiges Bild von zahllosen verstümmelten Klosteranlagen zu rekonstruieren.

Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. Bis ins Detail lassen sich Leben und Arbeit des Zisterzienserordens vom 12. bis 16. Jahrhundert veranschaulichen. Die miteinander auf der Anlage verbundenen Gebäude bieten baukünstlerische Einzelleistungen im kirchlichen und profanen Bereich.

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Bedeutend für die Architekturgeschichte im gesamten mitteleuropäischen Raum sind einige Bauteile aus der Zeit von 1200 bis 1210: die frühgotische Kirchenvorhalle, der Südflügel des Kreuzganges und das Herrenrefektorium, der wohl aufwändigste Speisesaal des 13. Jahrhundert. Hier zeigt sich die Kraft der Kunst am Anfang einer neuen Epoche. Das spezifische Formenrepertoire ist das frühste Zeugnis der Auseinandersetzung mit der neuen gotischen Baukunst aus Frankreich. In diesem Anfang geriet der Speisesaal der Herrenmönche zur Königshalle.

Die Klosterkirche hat die wichtigsten Teile ihrer Ausstattung bewahrt. Sie ist ein bedeutendes Beispiel der oberrheinischen Spätromanik. Ihre Architektur folgt den Forderungen Bernards von Clairvaux, Verbreiter des zisterziensischen Reformdenkens, schlichte Kirchen aus schmucklosen Stein zu errichten: keine Türme, keine Krypta, keine Empore, kein Bau- oder Kunstluxus. Aus der Wendezeit zur Spätgotik 1340/50 stammt das Brunnenhaus, ein Glanzstück der Maulbronner Klosterarchitektur.

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