Wie man es sich gut gehen lässt, das weiß der Düsseldorfer. Besonders typische Lebensfreude kann man in den alteingesessenen Brauereien erleben, eine der ganz besonders schönen ist die Brauerei Zum Schlüssel in der Altstadt.
Düsseldorf - die Heimat des obergärig gebrauten Biers
Blick auf das Sudhaus; Foto: Schlüssel GmbH & Co. KG
In den urigen Brauereien der Stadt schmeckt das Altbier besonders gut - wie zum Beispiel in der Brauerei "Zum Schlüssel" in der Bolkerstraße 41-47. Seit 1936 befindet sich die Brauerei im Besitz der Familie Gatzweiler, die seit 1313 auf eine Brautradition zurückblicken kann.
Im Schlüssel ist zu jeder Uhrzeit etwas los. Hier sitzt der Akademiker neben dem Arbeitslosen. Hier speist der Rentner zu Mittag, hier feiern Geschäftsleute ein erfolgreichen Geschäftsabschluss.
Neben leckerem Bier kann man in der Traditionsbrauerei aber auch vorzüglich essen - vom saftigen Schweinebraten mit Kümmelbratensauce, Semmelknödeln, Sauerkraut und Rothkohl bis zum typischen rheinischen Sauerbraten mit Rosinen, Mandeln, Rotkohl, Kartoffelklößen und Apfelmus. Zu Messezeiten gehen teilweise 1.000 Essen am Tag raus.
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Auch für größere Veranstaltungen bietet die Brauerei unterschiedliche Räumlichkeiten an, die kürzlich gerade neu gestaltet wurden. Diese kann man für private Feste, Firmentagungen, Hochzeiten und sonstige feierliche Anlässe nutzen.
Insgesamt sorgen in der Brauerei "Zum Schlüssel" 84 Angestellte für das Wohl der Gäste, besonders typisch ist der sogenannte Köbes. Bereits seit 200 Jahren werden so, u.a. in Düsseldorf, die Kellner in den Brauhäusern bezeichnet. Diese tragen traditionell eine blaue Schürze aus Leinen mit einer ledernen umgeschnallten Geldtasche und beeindrucken manch unwissenden Gast des öfteren mal mit ihrem etwas schrofferen Tonfall. Wer in einer Brauerei zum Beispiel Wasser bestellt, riskiert Sätze wie: "Soll ich Ihnen dazu noch Seife bringen." Doch diese freche Redensart gehört zu einem echten Köbes dazu, und wer mit ihm warm wird, findet es am Ende charmant.
Gerade mal zwei Tage im Jahr hat die Brauerei geschlossen. Ansonsten sind die rund 300 Plätze immer gut gefüllt. Und im Sommer läd außerdem der gegenüber liegende Biergarten zum Verweilen ein. Bei angenehmen Temperaturen schmeckt das Altbier hier besonders gut.
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