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Sehnsucht Deutschland - Film
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Konstanz am Bodensee // fotolia.com ©Manuel Schönfeld (#87687916)

Mit dem Rad in Deutschland unterwegs

Deutschland gilt als ideales Land für Fahrradfahrer, denn hierzulande befindet sich eines der bestausgebauten Fahrradnetzte ganz Europas.

Text: SD Redaktion

Fotos: fotolia.com ©Henry Czauderna (#66443265) / ©JFL Photography (##112262509) / ©Manuel Schönfeld (#87687916)

Anspruchsvolle und lohnenswerte Touren für Biker

fotolia.com ©Henry Czauderna (#66443265)

Fahrradtour entlang des Elberadwegs

Wer Lust auf eine Herausforderung hat oder sich bei einer ausgedehnten Tour so richtig auspowern will, der findet daher problemlos eine von vielen langen Radtouren, die nicht nur eine reizvolle Kulisse bieten, sondern gleichermaßen fordernd sind.

Wenn es über die Ebenen oder die Berge hinaufgeht, sollten Radler sich allerdings auch entsprechend vorbereiten. Wichtig ist daher das Packen der Radtasche, bevor es auf große Reise geht.



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Der Inhalt kann sich zwar stets ein wenig ändern und variiert je nach Radtour und Schwierigkeitsgrad, einige Basics gehören aber dennoch hinein.
Dabei besonders wichtig: die Tasche sollte unbedingt wasserdicht sein.

Ansonsten gilt es zunächst ein gutes Set an Funktionskleidung zusammenzustellen, bestehen kann es beispielsweise aus Funktionsjacke, Regenhose, Soft-Shell-Jacke, Regenjacke, Funktionsunterwäsche, ggf. einer weiteren kurzen Hose, Wechselklamotten und Schutzausrüstung.

Ferner kommen außerdem noch verschiedenste Werkzeuge, Accessoires und kleine Helfer hinzu, unter anderem können darunter folgende Dinge fallen:
- Flickzeug, Werkzeug, Ersatzteile für Bremsen, Kette und Gangschaltung, Ersatzschlauch
- Luftpumpe, Fahrradschloss, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Karte, Kompass
- Kamera, Trinkflasche, Sonnenbrille, Sonnencreme, Handy, Ladekabel, Akku
- Ausweise, Tickets, Geld

Der Schutzausrüstung fällt außerdem insbesondere dann eine wichtige Rolle zu, wenn es sich um eine anspruchsvolle oder gar gefährliche Strecke handelt. Zu den Basics zählt ein guter Helm, der
folgende wichtige Kriterien erfüllen sollte, damit es bei Stürzen nicht zu schweren Kopfverletzungen kommt:
- er muss absolut seinem Träger passen, damit er nicht verrutscht oder drückt
- Der Kinnriemen sollte sich unkompliziert öffnen und schließen lassen
- Er muss nach der DIN-Norm 1078 gefertigt sein
- Er sollte eine CE-Kennzeichnung aufweisen
- Er sollte über Belüftungen verfügen, um Hitzestaus zu vermeiden.

Um den Schweiß darunter aufzusaugen, bietet sich außerdem ein zusätzliches dünnes Tuch an. Vor allem dann, wenn die Radtour bereits in den Bereich des Mountainbikings einfließt, ist eine Brille unverzichtbar. Ansonsten stellen die erhöhte UV-Strahlung im Gebirge und der permanente Luftzug eine echte Gefahr dar. Ebenfalls wichtig sind außerdem Langfingerhandschuhe, die sich vor allem in schwierigem Gelände bei Sturzgefahr bewähren. Am besten wird hierbei auf ein Modell mit ergonomisch platzierten Polstern gegriffen, sodass die Finger automatisch vor dem Einschlafen bewahrt werden.

Was dabei in jedem Fall mitgenommen werden muss und was stattdessen Zuhause bleiben kann, entscheidet sich je nach individuellen Bedingungen einer Tour. Sofern es sich um mehrtägige Touren handelt, sollten einige weitere Dinge wie Schlafanzug, Schlafsack, Zahnbürste, Waschzeug, Toilettenpapier und ein Paar Wechselschuhe außerdem ebenfalls nicht fehlen.


Radfahren im Harz – sowohl Genussradler als auch sportlich Ambitionierte kommen auf ihre Kosten

Insbesondere der hohe Harz rund um den Brocken bietet ein Programm, das sich eher an Radfahrer mit großem sportlichem Ehrgeiz richtet. Anders sieht es hingegen im Harzumland aus, in dem auch weniger trainierte Gelegenheitsfahrer viele schöne Fahrradrouten vorfinden. Die sanfte Hügellandschaft lässt sich auch ohne entsprechendes Training bezwingen, sodass unterwegs in aller Ruhe die Gegend bestaunt werden kann. Empfehlenswert ist hier beispielsweise die Radroute am Grünen Band, also entlang der deutsch-deutschen Grenze im nördlichen Harzvorland. Wer sich selbst aber doch lieber fordern möchte, der wagt die Auffahrt zum Brocken. Von Wernigerode bis zum Gipfel sind es knapp 900 Höhenmeter, die auf teilweise steilen Passagen überwunden werden müssen.


3-Seen-Schleife
Bei der 3-Seen-Schleife handelt es sich um eine Radtour, die als sportliche Herausforderung gilt und immerhin 123, 8 Kilometer umfasst. Sie beginnt in Sundern, führt durch das Herz des Sauerlandes und endet schließlich wieder am Ausgangspunkt. Währenddessen gibt es Sehenswürdigkeiten wie die Veltins-Brauerei auf dem Weg zu entdecken, jedoch herrscht hier die sportliche Leistung vor. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden während der Tour drei bekannte Stauseen – der Sorpsesee, der Möhnesee und der Hennesee – umrundet. Mit einer durchschnittlichen Dauer von knapp 6 Stunden und einem Aufstieg von etwa 1890 Metern ist die Tour aber durchaus fordernd und wird als schwierig eingestuft. Gelegenheitsfahrer sollten sich genau überlegen, ob sie für den Anfang nicht lieber eine einfachere Strecke wählen (auch die sind rund um die drei Seen vielfach zu finden).


Der Elberadweg
Der Radweg entlang der Elbe ist auch für Familien geeignet und überzeugt weniger mit seinem Schwierigkeitsgrad als mit seinem Flair. Vom ADFC wurde er 2016 bereits zum 12. Mal zum beliebtesten Fernradweg des Landes gewählt. Er beginnt im Riesengebirge im Norden Tschechiens und endet nach 1220 Kilometern in Cuxhaven an der Nordsee. Ein Großteil des Weges – 840 Kilometer – verläuft auf deutschem Gebiet. Der familienfreundliche Elberadweg ist deshalb so populär, weil er je nach Alter und Fitness die passende Etappe bietet und mit 20 bis 30 Kilometern ein gemächliches Reisetempo anschlägt, bei dem auch Kinder mithalten können. Dank der vorherrschenden Flusslandschaft der Elbe ist die Gegend außerdem angenehm flach und ermöglicht so ein entspanntes Fahren, Entdecken und Genießen. Dabei können Hansestädte wie Stade, Hamburg, Havelberg, Magdeburg, Meißen, Dresden und die Lutherstadt Wittenberg besucht werden.


Der Bodensee-Königssee-Radweg
Der Radweg führt zum Schloss Neuschwanstein und bietet Radlern damit ein spektakuläres Ziel mit einem Blick auf eines der wunderschönsten Märchenschlösser überhaupt. Generell ist die Strecke allerdings eher für fortgeschrittene Fahrer geeignet, denn sie führt durch das hügelige Voralpenland und kann daher im Laufe der Reise durchaus an den Kräften zehren. Grundsätzlich führt der Radweg von Lindau am Bodensee zum Königssee und umfasst 418 Kilometer. Neben Schloss Neuschwanstein können auch zahlreiche andere nahe Sehenswürdigkeiten besucht werden, darunter die Königsschlösser Schwangau, der Chiemsee mit der Fraueninsel und Schloss Herrenchiemsee sowie St. Bartholomä am Königssee. Für Kinder ist der Weg nicht geeignet, abgesehen davon können Fahrradfahrer sich jedoch über wenig Autoverkehr und teilweise asphaltierte Straßen freuen.


Der Donauradweg
der Donauradweg bereits 30 Jahre alt geworden und gehört nach wie vor zu einem der beliebtesten Fernradwege Europas. Insgesamt bietet er Fahrradfahrern eine Strecke von 2850 km entlang der Donau, wobei der Fluss selbst der zweitlängste in ganz Europa ist. Mehr als zehn anliegende Länder werden durch die Donau verbunden, wobei die Landschaft nahe des Flusses durchaus sehr unterschiedlich ausfällt – neben hohen Kalkfelsen treffen Fahrer daher auch auf dichte Wälder und weite Felder. Wer sich dafür entschließt, die gesamte Strecke zu fahren, der beginnt an der Donauquelle in Donaueschingen, von dort aus geht es weiter durch Süddeutschland bis nach Passau. Wem das noch nicht reicht, der kann weiter Richtung Österreich und Ungarn entlang der Route fahren, bis schließlich das Schwarze Meer in Sicht kommt. Von den erwähnten 2850 km befinden sich immerhin 600 km in Deutschland, wobei die gesamte Strecke familienfreundlich ist und nur wenige Steigungen bereithält. Die Straßen sind zwar nur teilweise asphaltiert, können aber noch immer gut befahren werden. Sehenswert auf der Reise sind unter anderem die Schwäbische Alb, der Donaudurchbruch am Kloster Weltenburg und die Donauversinkung, die Donauquelle im Park des Fürstenberg-Schlosses oder der Passauer Dom.


Der Rheinradweg
Der Rheinradweg beginnt im Süden Deutschlands in Konstanz und zieht sich von dort aus bis in den Norden, wo er in Emmerich am Rhein endet. Tatsächlich ist der komplette Weg aber noch deutlich länger und geht über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wer den Rheinradweg komplett entdecken möchte, der muss seine Reise daher beginnend bei der Quelle in Andermatt in der Schweiz starten und fährt bis nach Hoek van Holland in den Niederlanden. In Deutschland umfasst der Weg bereits stolze 971 km, insgesamt sind es sogar 1233 km. Die Strecke selbst ist dabei vorwiegend autofrei und meist asphaltiert. Da der Weg teilweise auch durch den alpinen Raum führt, ist die Strecke nicht für Kinder oder Anhänger geeignet (bzw. nur teilweise). Einen Blick wert sind während der Reise außerdem die Klosterinsel Reichenau im Bodensee, Rheinfall bei Schaffhausen in der Schweiz, das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal mit dem Felsen der Loreley, der Drachenfels bei Königswinter und der Kaltwassergeysir Andernach.

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