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Sehnsucht Deutschland - Film

Erleben und Genießen im zauberhaften Boppard

An des Rheins größter Schleife, inmitten des UNESCO Welterbes Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal liegt die 15.000-Einwohner-Stadt Boppard. Die steilsten Weinberge, die ältesten erhaltenen römischen Kastellmauern nördlich der Alpen und Geburtsort eines Stuhldesigners von Weltruhm sorgen dafür, dass wer einmal hier war, stets zurückkommt.

Text: SD Redaktion

Fotos: Boppart Tourism Information

Am Kastell sieht man letzte Zeugnisse aus spätrömischer Zeit

Am Kastell sieht man letzte Zeugnisse aus spätrömischer Zeit

Historisches Boppard: Von Wein, römischen Mauern und Kaffeehausstühlen

Im Ortskern können Besucher die Reste der spätrömischen Militäranlagen besichtigen. 28 Halbrundtürme und eine Mauer von bis zu drei Metern Stärke umgaben damals die Stadt. Auch die römische Tradition des öffentlichen Bads wurde im Kastell Bodobrica des antiken Boppard nur zu gerne gepflegt. Ein Modell des Kastells und weitere Fundstücke sind im „Archäologischen Park“ zu sehen.

Das Römer Kastell in Boppard

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Ihre Finger im Spiel hatten die römischen Legionäre auch beim Weinbau in Boppard: Sie pflanzten bereits erste Reben an den Steilhängen von Vater Rhein an. Am Bopparder Hang sind heute die größten zusammenhängenden Rebenhänge des ganzen Mittelrheingebietes zu finden. Die rund 75 Hektar Anbaufläche zählen zu den steilsten Lagen in Deutschland und wurden schon von literarischen Größen wie Mary Shelley in ihrer Einzigartigkeit gelobt. Klima und Boden sorgen für den einzigartigen Charakter des Weines. Luft aus dem Süden, milde Winter, früher Frühling: Was will ein guter Wein mehr? Um die Qualität noch einmal zu erhöhen, unterwerfen sich die Winzer einer freiwilligen Mengenbegrenzung und ernten im Schnitt nur 60 hl pro Hektar Anbaufläche. Dieser recht niedrige Ertrag ist eine weitere Grundlage für die Spitzenqualität der Weine am Mittelrhein.

Die besten Winzer in Boppard

Fürst von Metternich ist es zu verdanken, dass die berühmten Wiener Kaffeehausstühle in Umlauf kamen: Nachdem sich Michael Thonet ab 1817 mit seiner eigenen Bau- und Möbeltischlerei, welche die formschönsten Möbel herstellte, einen guten Namen gemacht hatte, nahm er 1841 an einer Ausstellung des Koblenzer Kunstvereins teil. Der Fürst entdeckte ihn, bat seine Unterstützung an und riet ihm, nach Wien überzusiedeln. Bis heute ist das Familienunternehmen erfolgreich tätig. In Boppard gibt es zahlreiche Zeugnisse wie die „Thonethöhe“, die „Michael-Thonet-Grundschule“, den „Thonet-Brunnen“ sowie die größte öffentlich zugängliche Thonet-Möbelsammlung der Welt, die in den Räumen des Museums der Stadt Boppard zu bewundern ist.

Das Museum der Stadt Boppard

Alle Wege starten in Boppard: Wandern, Radeln und Klettern

Rund 200 Kilometer Wanderwegenetz bietet allein der 43,67 Hektar große Bopparder Stadtwald. Vierseenblick, der angrenzende Hunsrück und verschiedenen Wein- und Naturlehrpfade wollen hier erkundet werden! Ein Erlebnis bietet der Mittelrhein-Klettersteig. Hier kann an 11 Kletterstellen über Stock und Stein gekraxelt werden. Voraussetzung ist natürlich eine geeignete Ausrüstung, die beim Einstieg an der Aral-Tankstelle geliehen werden kann. Nördlich des Baches warten hohe, gestufte Felswände darauf, mit Hilfe von Trittbügeln und sichernden Drahtseilen bezwungen zu werden. Gesicherte Bereiche wechseln stets mit schmalen Pfaden, wobei die schwierigsten Stellen auch durch weitere Pfade umgangen werden können. Wer den Aufstieg schafft, wird mit dem herrlichen Panoramablick auf Boppard fürstlich entlohnt!

Der Klettersteig

Wer nicht ganz so gut zu Fuß ist, kann zum Beispiel auch mit der Sesselbahn zum Vierseenblick hinauffahren, eine Spritztour mit der Hunsrückbahn unternehmen oder bei einem Picknick am Steilhang des Bopparder Hang die Seele baumeln lassen.

Lieber ein bisschen in die Pedale treten? Dann ist der 38 Kilometer lange Schinderhannes-Weg das richtige! Dieser führt von Empelshausen über die Höhen des Hunsrücks bis nach Simmern. Etwas „entspannter“ wird es direkt am Rheinufer, mit einer Radtour bis ganz nach Koblenz oder der Loreley. Zurück muss dann auch nicht unbedingt das Rad herhalten, sondern beispielsweise eines der Rheinschiffe – für einen traumhaften Abschluss, vorbei an Burgen, Weinbergen und schroffen Felsen.

Radfahren in Boppard

Mit dem Rheinschiff zurück


Broschüre (PDF) über die Stadt: Urlaubskatalog Boppard

Weitere Infos online: www.boppard-tourismus.de

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