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Sehnsucht Deutschland - Film
Alexander Bommes kommt aus der schönen Fördestadt Kiel

Nachgefragt – Interview mit Alexander Bommes

Alexander Bommes (38) lebt den Traum vieler kleiner Jungs. Redet über Sport, begeistert sich, manchmal tagelang. Und verdient sogar Geld damit. Trotzdem ist er unverstellt, ehrlich. Das kommt an und hat den TV-Moderator zum bekanntesten Kieler außerhalb von Schleswig-Holstein gemacht.

Text: David Pohle

Fotos: NDR/Dirk Uhlenbrock; Kiel Marketing/K. Steigueber

Profil mit Zukunft

Steile Karriere erst beim Handball, dann beim NDR: Alexander Bommes

Steile Karriere erst beim Handball, dann beim NDR: Alexander Bommes

Wer ist der Kerl? Das denkt heute kaum noch einer. Sportlich und voller Energie geht er schnellen Schritt es über den Rasen im Hamburger Jenischpark, begrüßt mit klarem Blick und Händedruck. Am Vortag hat er noch seinen 38. Geburtstag gehörig gefeiert. Strukturiert wie der ehemalige Handballbundesliga-Profi und Jurist wirkt, hat er den Termin vorsorglich auf den frühen Nachmittag gelegt.

Per Zufall, obwohl auch das kaum jemand glaubt, startete seine Karriere beim NDR in Hamburg. Seitdem moderiert er mit riesigem Pensum ganz viel Sport, wurde zum gefragten Gesicht durch seine launigen Olympiatelegramme aus London 2012 und meistert Quiz, Talk und Nachrichtenformate so, dass niemand abschaltet. Stempel mag er gar nicht, sie passen auch nicht. So winkt Bommes nur ab, wenn er als Allzweckwaffe oder ähnlich betitelt wird. Er hat sich profiliert, seinen eigenen Stil entwickelt und sich eine positive Grundeinstellung bewahrt.

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Und Optimist ist er auch, denn für den 13. Juli tippt er 3 : 1 für uns gegen die Gastgeber.
Bommes lebt mit der Moderatorin Julia Westlake und inzwischen zwei kleinen Söhnen in Hamburg. Von ihm werden wir noch mehr hören.

Drei gute Gründe für ein Leben in Hamburg?
Julia Westlake, Jonathan Bommes und Benjamin Bommes.

Was unterscheidet Hamburger von Kielern?
Das Bewusstsein, das größere Angebot der Weltstadt zu haben.

Was ist Glück für Sie?
Nichts Definiertes; es kann alles sein, Großes und Kleines. Jedenfalls sind Eltern immer nur so glücklich wie ihre Kinder.

Können, Schicksal, Glück, Ehrgeiz. Welchen Anteil hat was an Ihrem Werdegang?
Können und Ehrgeiz gewinnen wahrscheinlich hauchdünn gegen Schicksal und Glück – allerdings in einem „teaminternen“ Wettbewerb, weil alles nötig ist.

4 Tage frei! Ideen für einen Kurztrip in Deutschland, wer kommt mit?
4 Tage sind für mich schon viel. Sofort nach Sylt – wie seit meinem 5. Lebensjahr eigentlich jedes Jahr.

Was sollte ein ausländischer Gast im Lande sehen?
Zwei Derbys: im Handball THW Kiel gegen Flensburg-Handewitt in der Kieler Ostseehalle und im Fußball Dortmund gegen Schalke im Ex-Westfalenstadion.

Und was auf keinen Fall probieren?
Am Freitag um 15 Uhr zum Horner Kreisel (Verkehrsknotenpunkt im Osten Hamburgs) zu fahren ...

Was ist Ihr typisch deutsches Leibgericht?
Currywurst-Pommes in Strande an der Ostsee bei Alexy (Strandstraße 20).

Wovor – kulinarisch – gruselt es Sie?
Vor Leber, Lamm und Fisch. Ausnahme Backfisch.

Worüber lachen Sie?
Über fast alles, wenn ich ehrlich bin. Am häufigsten natürlich über meine Jungs, aber auch über den schnellen und bösen Wortwitz meiner Frau. Und über ihre Versuche, die „zweite Stimme“ zu singen.

Schönste Tageszeit? Warum?
Morgens beim Laufen.

Können Sie bei Sportdramen – Film & Realität –feuchte Augen kriegen?
Feuchte Augen sind untertrieben. Das geht schon los bei der Einlaufmusik des THW Kiel in der Ostseehalle, die darf nie geändert werden.

Wen oder was mögen Sie gar nicht?
Ich habe es immer gehasst zu verlieren. Und es hat lange gedauert, bis es besser geworden ist. Mittlerweile bin ich entspannt. Meistens ...

Lieblingssportler der Geschichte und/oder Gegenwart?
Boris Becker war mein Held – er hat mir als Jugendlichem unfassbare Jahre beschert, ich habe kaum eins seiner Matches verpasst.

Lieblingssportarten aktiv und in der Moderation oder als Zuschauer?
Fußball, Handball, Tennis, Leichtathletik, Golf – dazu Boxen als Event.

Sie haben auch schon Frauenfußball moderiert?
Das war meine erste Nominierung für ein ARD-Team 2011. Ein interessantes Erlebnis.

Schwulsein im Profisport. Sie waren selbst Profisportler. Ihre Meinung zum Outing des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger?
Natürlich gut und wichtig, da gibt es ja keine zwei Meinungen. In den normalen Bereich kommen wir aber erst, wenn die Spieler mit ihren Partnern zur Weihnachtsfeier gehen können, ohne dass es in der Zeitung steht.

Sie sind schlagfertig, süffisant, locker, neugierig, stets gut informiert. Und kommen sehr gut an. Geheimrezept?
Schlagfertigkeit, Süffisanz, Lockerheit, Neugier und – ganz wichtig – Information ...

Fairness, Respekt, Benehmen sind was im Leben/Job?
Selbstverständlichkeiten.

Sie bezeichneten Thomas Müller in einem Kabineninterview als „abgezockte Sau“. Wie viel Flachs ist erlaubt? Was ist für Sie das Größte in der Sportmoderation?

Flachs ist nicht nur erlaubt, sondern Pflicht. Solange man ihn sich nicht vornimmt und nach Effekt haschen will. Ansonsten ist für mich der perfekte Gesprächspartner der, der mit klarer Haltung und Spaß an der Sendung bereit ist, etwas von sich preiszugeben. Und der auch Kontra gibt!

Was halten Sie davon, dass in den Medien häufig – im Sport – von Versagern gesprochen wird, wenn nicht gewonnen worden ist.
Typische Juristenantwort: Kommt darauf an ... Auf berechtigte oder unberechtigte Erwartungen, Leistungen im Vorfeld, Bescheiden- oder Unbescheidenheit der jeweiligen Person, finanzielle Mittel etc. Ein olympischer Schießwett bewerb ist anders zu bewerten als die Fußballbundesliga. Teilnahme ist nicht immer alles – im Profisport muss auch Platz für Tacheles sein.

Brasilien 2014: Welche Rolle wird unsere Mannschaft spielen, welche Sie selbst?
Unsere Mannschaft wird sicherlich begeistern. Ich werde aus Berlin den Sportschau-Club in der ARD präsentieren – eine Talkshow mit Gästen aus Sport und Unterhaltung.

Was würden Sie gerne am 13. Juli machen?
Ich WERDE auf jeden Fall den Sportschau-Club nach dem WM-Finale moderieren. Am liebsten natürlich heiser und durchgeschwitzt mit einer Deutschlandflagge in der Hand.

Sie sollen einen Schuhtick haben. Was hat dann Ihre Frau?
Weniger Schuhe. Dafür krause Haare – krausen Sinn ...

Wie halten Sie es mit der Ernährung? Laster? Genussmittel?
Ich lebe trotz des täglichen Sports mit einem permanent schlechten Gewissen aufgrund von zum Teil ausgeprägter Maßlosigkeit. Und als Ex-Profi kann man die unvermeidbare „Umverteilung“ ab Mitte 30 sehr schwer ertragen.

Was ist Ihr – nicht bierernstes – Lebensmotto?
Wer meint, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden, UND: Man kann mich aus Kiel rausbekommen, aber man bekommt Kiel nie aus mir raus.

Vervollständigen Sie bitte: SEHNSUCHT DEUTSCHLAND ist …
... eine perfekte Lektüre für Bahnfahrt oder Flug. Und sieht auch auf dem Couchtisch gut aus.


Sehnsucht Kiel
Alexander Bommes ist Kieler. Hier sind seine drei besten Tipps für die Stadt.

Zum Auslüften: Spaziergang von Schilksee über Strande nach Bülk, immer direkt am Wasser mit Blick zum Ostufer.

Zum Feiern: Kieler Woche – größter Segelwettbewerb der Welt. Prägt jeden aus der Gegend und eröffnet auch mit Ende 30 immer noch die Möglichkeit, ein Feierbiest zu sein. Tut bloß mehr weh am nächsten Tag als früher … 21. bis 29. Juni.
www.kieler-woche.de

Zum Entdecken: Fahrradtour durch den Dänischen Wohld. Traumhafte Landschaft. Ruhe. Urlaubsgefühl.

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