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Robbe & Berking Silbermanufaktur seit 1874

Deutscher Klassiker - Silberweltmeister Robbe & Berking

Deutsche Klassiker sind Marken, die noch heute mit Hand, Herz und Hingabe Produkte „Made in Germany“ herstellen, die höchsten Qualitätsanforderungen standhalten und im In- und Ausland stellvertretend für beste deutsche Wertarbeit stehen. Teil 12: Robbe & Berking/Flensburg

Text: aus: Handgemacht. Die schönsten Manufakturen Deutschlands

Fotos: Robbe & Berking GmbH & Co. KG

Tafelkultur aus dem Hause Robbe & Berking

Tafelkult(ur) aus Flensburg von Robbe & Berking

Tafelkult(ur) aus Flensburg von Robbe & Berking

Silber hat zu allen Zeiten Künstler und Designer angeregt, Ungewöhnliches zu schaffen. Sich mit schönen Dingen zu umgeben, sich selbst und andere zu verwöhnen ist ein Grundbedürfnis der menschlichen Natur. Der außergewöhnliche Stellenwert des Materials Silber und die Einzigartigkeit der daraus gestalteten Kostbarkeiten stehen seit der Firmengründung im Jahr 1874 bei Robbe & Berking im Mittelpunkt. Obwohl sich vieles in der Silberwelt verändert hat, ist eines seit über 137 Jahren gleich geblieben: die Inhaberfamilie.

Oliver Berking leitet heute in fünfter Generation das Unternehmen.

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Bestecke und Tafelgeräte der Marke Robbe & Berking gelten unter Kennern in aller Welt als unübertroffene Meisterwerke: kompromisslose Qualität, vereint mit deutscher Handarbeit. Viele begehrte Auszeichnungen bestätigen den besonderen Rang der Kollektion. Bedeutende Museen zeigen dieses Silber als herausragendes Beispiel für die Ästhetik der Tischkultur.

Führende internationale Restaurants und Hotels sind ebenso mit Robbe & Berking-Silber ausgestattet wie der Palast des Königs von Jordanien, das Pariser Schloss des Aga Khan oder die vier offiziellen Gästehäuser des Kreml. Auch im Bundeskanzleramt in Berlin speist man mit Robbe & Berking-Silber.

Modernes Silber von kühler Schönheit und in spannungsvollen, puren Formen steht heute gleichberechtigt neben den erfolgreichen klassischen Entwürfen. Im Hause Robbe & Berking ist man immer bestrebt, die enge Verbundenheit mit dem Werkstoff Silber mit seinen Kunden zu teilen. Dies manifestiert sich in einer ebenso ungewöhnlichen wie attraktiven Kollektion.

Schon von außen ist das Silber von Robbe & Berking als etwas Besonderes zu erkennen. Jedes Silberteil wird von einem speziell dafür gefertigten, samtweichen roten Stoffbeutel umhüllt. Dieser Stoffbeutel ist nicht nur geschmackvoll und schön, er hat auch einen praktischen Nutzen: Das Silber lagert darin dauerhaft anlaufgeschützt.

Für die Verarbeitung von Silber gibt es ungeschriebene Gesetze – überliefert von Silberschmiedegeneration zu Silberschmiedegeneration und auch heute nicht durch moderne Techniken zu ersetzen. Es sei denn, man reduziert die vielfältigen handwerklichen Möglichkeiten auf das technisch Machbare. Von Generation zu Generation wurden in diesem alten Familienunternehmen die Kenntnisse der Silberbearbeitung immer weiter verfeinert und perfektioniert – bis zu dem heutigen hohen Standard.

Vieles vom Können der großen alten Meister ist in der Kollektion lebendig geblieben – zum Beispiel in den fein abgestimmten Stielkanten oder den plastischen Dekoren, die so von keiner automatischen Schleifstraße bearbeitet werden können. Allein die Hand des Künstlers bestimmt Form und Dekor – nicht die begrenzten Möglichkeiten einer rationellen Serienfertigung. Vieles von der großen alten Handwerkskunst bleibt so in jedem einzelnen Silberteil von Robbe & Berking lebendig.

Der Unterschied zwischen Konfektion und traditioneller Silberschmiedekunst zeigt sich besonders deutlich in den Details: Bei Alt-Spaten, einem Klassiker im Sortiment der Silbermanufaktur, beispielsweise in einer fast waagerecht verlaufenden Schulter und einem lang gezogenen Spaten. Die besondere Kunst der Silberverarbeitung lässt sich in der ausdrucksvollen Form der „Ohren“ unterhalb der Laffe sehen. Die sogenannte Laffe bezeichnet den vorderen Teil eines Löffels oder einer Schöpfkelle, der mit dem Stiel abschließt. Das Spatenmuster in dieser Form hat seinen Ursprung um 1750.

Das Besteck Französisch-Perl hat vom ausgehenden Rokoko seine Leichtigkeit und Liebenswürdigkeit. Die klare Form zeigt jedoch deutlich den Einfluss des frühen französischen Klassizismus. Die plastische, markante Ausbildung der Perlen, der Überwurf am Stielende auf der Rückseite und an den Manschetten des Messers verraten meisterliche Silberschmiedekunst.

Alt-Faden entstand etwa um 1760 in der Form, wie es Robbe & Berking heute anbietet. Auch bei diesem Entwurf ist deutlich der Einfluss des Klassizismus spürbar. Entsprechend alter Augsburger Silberschmiedetradition ist das Profil der Fäden im Querschnitt halbrund. Auf der Rückseite wiederholt sich der Faden und mündet in eine Muschel. Diese Muschel – entstanden aus der Ornamentik der französischen Rocaille – ist für Kenner das unverwechselbare Kennzeichen dafür, dass es sich um ein Besteck aus der berühmten Silbermanufaktur Robbe & Berking handelt.

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