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Markt Wiesenttal – Beste Wanderwege und die traumhafte Tropfsteinhöhle Binghöhle

Die Gemeinde Markt Wiesenttal mit den Orten Muggendorf und Streitberg, die beiden ältesten Luftkurorte der Fränkischen Schweiz, bilden mit der Tropfsteinhöhle "Binghöhle" und zahlreichen Naturdenkmalen einen Ausgangspunkt für die schönsten Wanderungen durch die Fränkische Schweiz.

Text: SD Redaktion

Fotos: Touristinformation Muggendorf

Markt Wiesenttal - Naturpark, Tropfsteinhöhlen und Bräuche

Ein Aussichtspavillion mit Blick über die Fränkische Schweiz

Ein Aussichtspavillion mit Blick über die Fränkische Schweiz

Der "Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst" repräsentiert den größten Teil des nördlichen Frankenjura und ist im Wesentlichen geprägt durch die Landschaftsformen des Weißen Jura mit seinen Kalkfelsen, Karstquellen, tief eingeschnittenen Tälern und Höhlen. Eine juratypische Vegetation mit Mischwäldern, Karstheiden und Orchideen geben dieser Landschaft ihr unverwechselbares Gesicht und die steilen Wände der Riff-Felsen bieten seltenen Greifvogelarten ideale Nistplätze. Die einheimische Landwirtschaft hat sich schon früh auf den Obstanbau spezialisiert und so werden neben dem Anbau von Kirschen, Zwetschgen, Äpfeln und Birnen auch die daraus zu gewinnenden feinen Obstbrände hergestellt.

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In dem ehemaligen Bahnhof in Muggendorf wurde das „Informationszentrum Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst“ geschaffen, um den Besuchern die 2.300km² große Mittelgebirgslandschaft vorzustellen und um zumindest einen kleinen Eindruck ihrer Vielfalt und ihres Liebreizes zu vermitteln. Das Informationszentrum schafft einen Überblick und regt zu Fahrten und Wanderungen durch die schöne Landschaft an. Es ist von April bis Oktober täglich von 08.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Besuch der Binghöhle
Die Binghöhle in Streitberg ist ein unterirdischer Zaubergarten: Das Ausflugsziel der besonderen Art. Schon von weitem grüßen auf schroffen Bergeshöhen die Burgruinen „Neideck“ und „Streitburg“. Viele Besucher haben den Ort und seine Umgebung in ihr Herz geschlossen und sind beeindruckt von den Schönheiten der Natur. Zu dem hohen Naturgenuss, der sich dem Wanderer bietet, gehören auch die Höhlen, welche die Natur hier geschaffen hat. In unmittelbarer Nähe Streitbergs liegt die Binghöhle, eine Tropfsteingalerie-Höhle, die im Jahr 1905 vom Kommerzienrat Ignaz Bing aus Nürnberg entdeckt und erschlossen wurde. Die Höhle liegt im Gegensatz zu allen übrigen Jura-Höhlen nicht im Schwammkalk oder Dolomit, sondern im geschichteten Kalk, was den besonderen Charakter der Höhle ausmacht. Einem ehemals unterirdischen Flusslauf folgend vermitteln phantastische Tropfsteingebilde in unmittelbarer Nähe des Betrachters den Eindruck einer Tropfstein-Galerie.

Im Gegensatz zu den anderen Schauhöhlen der Fränkischen Schweiz erlebt der Besucher die Unterwelt hier hautnah. Nixen und Prinzen, Muscheln und Diamanten sowie exotische Tiere entführen Sie in ihr Reich. Ein besonderer Reiz für die Kleinen sind Märchen- und Abenteuerführungen, die sich z.B. für den „etwas anderen“ Kindergeburtstag anbieten. Der Besuch der Binghöhle, die von Anfang April bis Anfang November geöffnet ist, lässt sich einbetten in einen abwechslungsreichen Tag in Streitberg. Auf den Spuren des „Geologischen Erlebnispfades“ gelangen Sie über die „Ruine Streitburg“, zur Muschelquelle und zur Wedenbachklamm. Abrunden lässt sich ein Ausflug mit einem Besuch in einer der alteingesessenen Brennereien mit Schnapsprobe.

Bräuche und Feste
„Kerwa“ sind Feste, auf denen der Jahrestag des gewählten Schutzheiligen einer Kirche bis zu fünf Tage lang gefeiert wird. Diese Kirchweihfeste veranstaltet jeder Ort auf seine eigene Art, ein gewisser Brauchtum gehört jedoch meist dazu. Das Aus- und Eingraben der Kirchweih durch die „Kerwabumm“, das Aufstellen des Kirchweihbaumes, „Rumspieln“ oder den „Betzen“ austanzen. Fürs leibliche Wohl gibt es deftige fränkische Gerichte, z.B. Krenfleisch mit Meerrettichsoße oder ein echt fränkisches „Küchla“ zum Kaffee .

Neben der „Kerwa“ ist auch das „Erntedank- und Kürbisfest“ in Muggendorf ein Brauch. Im Jahr 1949 wurde erstmals ein kleiner Erntedankfestzug aufgestellt. Nach einer Musikkapelle folgten damals neben dem Trachtenverein ein von Pferden gezogener Erntewagen, das Brauerei-Fuhrfaß und ein Kuhgespann mit einem Pflug. Heute bildet der Festzug jedes Jahr im Oktober mit ca. 60 Gruppierungen einen absoluten Höhepunkt und lockt bis zu 5000 Besucher an.

Viel älter als das nachmittägliche Erntefest ist das abendliche Kürbisfest. Überlieferungen gehen bis in das Jahr 1870 zurück. Heute sind es über 400 Kinder aus der gesamten Fränkischen Schweiz und darüber hinaus, die mit ihren beschnitzten und ausgehöhlten, mit einer Kerze beleuchteten Kürbissen zum abendlichen Kürbiszug in den Luftkurort Muggendorf kommen.

In der Osterzeit wird in der Fränkischen Schweiz ein Weiterer jahrhundertealter Brauch aufrecht erhalten. Im fränkischen Jura mit seinen tiefen Tälern und langgestreckten Höhen lagen die natürlichen Sammelstellen für das Wasser immer am Grund des Tales. Hier sprudelten die Quellen, von hier aus musste das Wasser recht mühsam in die Höhe geschafft werden. Aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse, war im Frühjahr ein Säubern von Brunnen und Quellen unerlässlich, da in der Winterzeit, vor allem bei Schneeschmelze Verunreinigungen auftreten konnten. Diese Reinigungsaktionen waren spätestens zu Ostern abgeschlossen.

Geschmückte Bäumchen oder Zweige waren das Zeichen, dass wieder reines, trinkbares Wasser sprudelt. Der Brauch hat sich bis in die heutige Zeit erhalten und wird von der Bevölkerung liebevoll und mit großem Aufwand fortgeführt. Geschmückt wird mit Girlanden und ausgeblasenen Eiern, die das Jahr über gesammelt werden. Diese werden meist von den Frauen mit schönen Motiven bemalt. 1000 und mehr bemalte Eier an einem Brunnen sind keine Seltenheit. Die Brunnen werden in der Osterwoche geschmückt und sind bis etwa zwei Wochen nach Ostern zu bewundern.

Weitere Informationen zu Markt Wiesenttal und Umgebung finden Interessierte unter:

www.wiesenttal.de

www.binghöhle.de

Foto: Touristinformation Muggendorf Foto: Touristinformation Muggendorf Foto: Touristinformation Muggendorf Foto: Touristinformation Muggendorf

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