Einmal im Jahr ist nur München größer als Straubing. Dann beherbergt die kleine niederbayerische Stadt einen bayerischen Beinahe-Superlativ: das zweitgrößte Volksfest Bayerns.
Übrigens bezeichnet das Wort „Gäuboden“ das flache Land („Gäu“) südlich der Donau. Seine Fruchtbarkeit verdankt es dem Lössboden.
1812 wurde das Gäubodenvolksfest als landwirtschaftliches Vereinsfest im Unterdonaukreis durch ein Dekret des Königs Maximilian I. Joseph ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt standen Zuchtschauen, landwirtschaftliche Anbaumethoden und ein Pferderennen.
Immer wieder im August ist Gäubodenzeit, eingeleitet von rund 2.000 Kostümierten, die mit geschmückten Pferdegespannen und Wagen zur Festwiese ziehen. Beim "Gaudikarussell der Lebensfreude" wird Straubing zum Magneten für rund 1,2 Millionen Besucher, die in einem Park mit sieben Bierzelten und rund 120 Amüsier-Geschäften das reine Vergnügen suchen.
Für den Ernst des Lebens gibt es zeitgleich und in unmittelbarer Nachbarschaft die Ostbayernschau. Festbesucher mit dem Hang zum Handfesten können sich bei dieser größten Verbraucherausstellung Ostbayerns ein paar Bratpfannen oder gar einen Traktor kaufen.
Nun ist der große Bruder München mit dem noch größeren Bruder Oktoberfest allgegegenwärtig, aber hier geht es deutlich traditioneller zu, d.h. Dirndl und Lederhose sind noch klassische Dirndl und Lederhose, die Bierzelte sind länger offen und vor allem bekommt der Gast mehr für sein Geld.
Durst soll sich beim Gäubodenfest auch lohnen. Für eine 100-Euro- Investition erhält der Besucher in Straubing gut 16,8 Mass Bier. Da kommt der Wiesn-Trinker nicht hinterher. Wenn sein Hunni ausgegeben ist, hat der Münchner Bierzelthocker erst 13,8 Mass intus.
Und nach 13,8 Mass hätte der Straubinger sogar noch Geld fürs Taxi nach Hause...
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Fotos: Ronny Lang / Ausstellungs GmbH, Straubing
Der Duftbräu mit Biergarten und urigem Gasthof liegt auf dem sanften Hochplateau des Samerbergs über Inntal und Chiemsee und bietet eine überwältigende Aussicht auf das bayerische Voralpenland, eine kleine Welt für sich, „ein kleines Stück Bayern” eben.
Heiliger Strohsack, einmal im Jahr dreht sich ab dem dritten September-Wochenende für drei Wochen alles um Maß und Hendl'n, Dirndl und Krachlederne. Kulturell ist es nicht mehr so wertvoll, Spaß macht's trotzdem.
> mehrDreimal im Jahr ist in Münster der Send: Herbst-, Frühjahrs- oder Sommersend, eines ist immer gleich, es handelt sich um die mit Abstand größte Kirmes im Münsterland. Jeweils rund eine Million Besucher zieht es während einer Sendwoche in die Stadt.
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