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Neubürg in Oberfranken - Kulturfeunde wandern hier auf kunstvollen Pfaden

NaturKunstRaum Neubürg

Wandern für die Sinne. Rund um die Neubürg in Oberfranken schlängelt sich der Kunstwanderweg "NaturKunstRaum".

Fotos: NaturKunstRaum Neubürg

Vom Kulthügel zum Kulturhügel - der NaturKunstRaum Neubürg

Kunst am Wegesrand im NaturKunstRaum Neubürg

Kunst am Wegesrand im NaturKunstRaum Neubürg

Von weiten betrachtet mag sich so mancher Fremder gefragt haben, was es denn mit diesem „Hügel“ so besonderes auf sich hat. Ein Alpenbewohner wird sich denken, „Wo ist denn hier überhaupt ein Berg?“, ein Küstenbewohner vielleicht gar nicht vermuten, dass er bei seiner Anreise zum Berg über einen prähistorischen Meeresboden wandelt; und ein nüchterner Großstädter wird sich fragen, was denn die „Eingeborenen“ so son-derlich aufregend an diesem aus seiner Sicht so öd-langweiligen Platz finden…

Doch die Bewohner im unmittelbaren Umfeld der Neubürg hatten schon immer eine besondere emotionale Bindung zu ihrem „Hausberg“. Viele Sagen und die Geschichte des Berges machten ihn zu einem frühzeitlichen Kulthügel, der bei den Einheimischen gut bekannt ist und von dem eine große Faszination ausgeht. Aber auch Leute von außerhalb kamen schon immer wegen einer besonderen Atmosphäre zur Neubürg.

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Durch das LandArt Projekt NaturKunstRaum Neubürg wird nun einer weitere Perspek-tive dieses sagenumwobenen Hügels erschlossen. Und die Menschen machen sich erneut auf den Weg und ein Bild vor Ort – und finden Kult und Kultur durchaus gelun-gen kombiniert und gut platziert.

Dabei ist es doch so, dass (Bildende) Kunst wird immer Anhänger und Gegner haben wird, insbesondere wenn sie an ungewöhnlichen Plätzen stattfindet. Im unbebauten Raum fällt die Kunst besonders auf und bedarf einer offenen und unvoreinge-nommenen Betrachtung. Gerade die Kombination Kunst und Landschaft – für manche mag dies ein Gegensatz sein – macht den Reiz des LandArt-Projektes auf der Neubürg aus. Nur hier können die speziell für das außergewöhnliche Ambiente des Berges aus Naturmaterialien von Menschenhand geschaffenen Werke ihre Wirkung entfalten.

Der NaturKunstRaum steht dagegen im Einklang mit der Natur. Auf sensible und ein-drucksvolle Weise dient die LandArt als Anknüpfungspunkt zwischen Mensch und Na-tur. Die Kunst, dezentral im ländlichen Raum, bietet jedem die Möglichkeit, sich jeder-zeit frei und kostenlos ohne Berührungsängste mit ihr auseinander zu setzen – und sei es im Vorbeispazieren – und zu einer neuen Identifikation der Bevölkerung mit dem NaturKunstRaum und „Ihrer“ Neubürg führen.

Für die Erstellung der Werke haben viele Künstler heimische Materialien und die regio-nale Infrastruktur genutzt. So stammen beispielsweise die Kalksteine für die „Milch-straße“ und den „Zeitmesser“ aus dem Steinbruch Schwarzmann in Hollfeld, die Eiche für „Die Öffnung der Kraft“ kommt aus dem Glashüttener Forst, der Sandstein des „Semence du Temps“ stammt aus dem Steinbruch Schmidt in Eckersdorf und die Weidenruten der „Hörner“ wurden direkt unterhalb der Neubürg geschnitten.

Der NaturKunstRaum Neubürg – einen außergewöhnlicher Fleck Erde. Und wer sich nun wagt, sich ihm anzunähern, dem offenbart er, dass die Anhäufung von Gestein zu einem „Hügel“ mehr sein kann. Genau dort auf der Neubürg ist es nämlich eine Verbindung zwischen Erde und Himmel...

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