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Sehnsucht Deutschland - Film
Traumstraßen: Deutsche Märchenstraße

Traumstraßen: Deutsche Märchenstraße

Von Norden nach Süden. Von Osten nach Westen. Im großen Kreis, von A nach B oder auch querbeet. Auf den Spuren eines bestimmten Themas unterwegs, ist auf Deutschlands Traumstraßen der Weg das Ziel. Teil 3: Die Deutsche Märchenstraße

Text: Beate Schümann

Fotos: Hameln Marketing und Tourismus GmbH; Deutsche Märchenstraße/Paavo Blofield, 2010

Auf den Spuren der Gebrüder Grimm

„Es war einmal ...“ So fangen Märchen an – und wer hätte Rotkäppchen, Schneewittchen oder Hänsel und Gretel als Kind nicht gehört? Schöne Prinzessinnen und verwunschene Prinzen fesselten uns, hässliche Frösche und gute Feen, süße Zwerge, garstige Kobolde und listige Zauberer. Ihre Abenteuer, die guten oder schweren Schicksale, die Lebensweisheiten, Sinnbilder und das Lebensglück am Ende prägten Generationen. Genau genommen seit dem 20. Dezember 1812, als die Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm herauskam. Das 200-jährige Jubiläum wird im nächsten Jahr groß gefeiert. Auf der Deutschen Märchenstraße, die auf über 600 Kilometern von Hanau nach Bremen führt, werden an etwa 50 Stationen die Bewohner des Sagen- und Märchenreiches wieder lebendig

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Hanau, die Geburtsstadt von Jacob (1785–1863) und Wilhelm (1786–1859), glänzt mit den beiden Superstars der Märchen- und Germanistenszene. Ihr Leben lässt sich nur noch anhand von Gedenktafeln und Erzählungen nachvollziehen, da 90 Prozent von Hanau im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Allein das Nationaldenkmal der Brüder Grimm, das seit 1896 vor dem Neustädter Rathaus steht, blieb verschont. Nachdenklich blicken die beiden lebensgroßen Bronzefiguren vom Sockel, als wollten sie einem sagen: Die Zeit wird nie so alt, als dass das Wünschen und Träumen nicht mehr helfen würde. Im englischen Landschaftsgarten von Schloss Philippsruhe kann man gleich damit anfangen. Hanau bringt hier seit 1985 sommers die Märchenfestspiele auf die Bühne des Amphitheaters.

50 Kilometer entfernt wuchsen die Geschwister im Fachwerkstädtchen Steinau an der Straße auf. Zwischen der Katharinenkirche, in der der Großvater Pfarrer war, und dem mächtigen Renaissanceschloss steht der Märchenbrunnen. Der magische Platz ist der Wirkungskreis des großen Zauberers aus dem Gestiefelten Kater. Im richtigen Leben heißt er Günther Mirsch. „Ich tische gern Märchen auf “, sagt er lachend und tippt auf die lange Nase seiner Maske. Er und seine Kollegen tragen Kostüme aus König Drosselbart, Frau Holle und Schneewittchen, wenn sie die Besucher zu fünf historischen Grimm-Stationen bringen. Dazu zählt auch das mit Schmuckfachwerk verzierte Wohn- und Amtshaus von Vater Philipp Wilhelm, das heute Brüder-Grimm-Haus heißt. In zehn Räumen ist eine moderne Ausstellung über Leben, Werk und Wirken der Familie Grimm zu sehen.

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