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Sehnsucht Deutschland - Film
Lack ab? Volkswagen Nutzfahrzeuge restauriert alte Billis originalgetreu

Deutscher Klassiker - VW-Bulli

Deutsche Klassiker sind Marken, die noch heute mit Hand und Herz Produkte „Made in Germany“ herstellen, die höchsten Qualitätsanforderungen standhalten und stellvertretend für beste deutsche Wertarbeit im In- und Ausland stehen. Teil 9: Bulli / Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Text: Janika Kästner

Fotos: Volkswagen Aktiengesellschaft

One-Night-Stand mit Bulli

Am 2 Oktober 1962 läuft der 1.000.000 Bulli vom Band

Am 2 Oktober 1962 läuft der 1.000.000 Bulli vom Band

Da steht er nun vor mir. Strahlt Zuverlässigkeit, Stärke und Selbstbewusstsein aus. So habe ich ihn mir immer erträumt. Er ist schon etwas in die Jahre gekommen, Baujahr 1971, und damit weit älter als ich. Glücklicherweise kennt die Liebe keinen Altersunterschied. Sein Alter ist ihm eh nicht anzusehen. Gut, sein braunweiß-gelber Karo-Look setzt modisch ein Statement. Aber die Siebziger sind heute retro und retro ist in. Und sonst? Keinerlei Anzeichen von Flugrost, Kratzern oder Beulen. Mit seinen chromfarbenen Lidern setzt er zum Augenaufschlag an. Jetzt hat er mich! Dieses Glitzern. Diese Rundungen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Der VW-Bulli, Modell T2 mit Westfalia Campingausstattung und aufstellbarem Hochdach, lässt mein Herz schneller schlagen.

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Zum ersten Date lädt mich der Oldtimer auf eine Spritztour ein. Kilometer für Kilometer kommen wir uns näher. Der alte Knabe fasst Vertrauen, weiht mich in seine Familiengeschichte ein. Es ist eine Geschichte des Aufstiegs durch unwegsames Terrain, in dem so manche Kurve begradigt werden musste. Alles begann mit einem improvisierten Gefährt, dem Plattenwagen. Um schwere Lasten über das Wolfsburger Werksgelände zu manövrieren, hatten Mitarbeiter eine findige Idee: Käferachsen und -motor kombiniert mit einer Ladefläche sowie Fahrerbereich über dem Heckantrieb.

Der motorisierte Lastenesel verzückte 1947 den niederländischen VW-Importeur Ben Pon. In seinem Skizzenbuch perfektionierte er, was er sah: Die Fahrerkabine wanderte nach vorn und zwischen Heckmotor und Frontlenker setzte er eine glatt e Ladefläche. Resultat? Entwicklungsauftrag von VW.

Jedes Kind braucht einen Namen. Gern wird erzählt, aus der Doppelfunktion – Bus und Lieferwagen – sei Bu-Li, also Bulli, kombiniert worden. Denkste, verrät mein T2 und grinst. Er blickt an sich selbst entlang, leichte Schamesröte steigt ihm ins Gesicht. Dann lässt er – ganz Mann – unter Aufbrummen des Motors seine Muskeln spielen. Das bullige Antlitz seines älteren Bruders habe den Gefährten der T-Reihe ihren Namen eingebracht. Zumindest inoffiziell. Per Gesetz stand der Name Bully für eine Pistenraupe aus dem Hause Kässbohrer unter Schutz. Recht oder Unrecht, im Volksmund setzte sich der Name durch. Seit ihrem 60. Geburtstag 2007 trägt Familie Bulli ihren Namen nun auch offiziell.

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