Fenster schliessen
Sehnsucht Deutschland - Film
Die Siegessäule in Berlins Mitte; Foto: Deutsche Zentrale für Tourismus e.V./Jürgen Pollak

So geil Berlin: Berlins Mitte/Teil 2

Trotz Kodderschnauze machen die Berliner die Hauptstadt zu einer der aufregendsten Metropolen weltweit. Der Stadtteil Mitte ist das historische, laute, neue, immer unter Dampf stehende Herz der Stadt. Uta Buhr war mittendrin. Teil 2: Vom Hackeschen Markt über den Alexanderplatz vorbei am Rotes Rathaus ins Nikolaiviertel und zur Museumsinsel

Text: Uta Buhr

Hackesche Höfe und Alexanderplatz

Der Reichstag in Berlin; Foto: visitBerlin/Scholvien

Der Reichstag in Berlin; Foto: visitBerlin/Scholvien

Die Hackeschen Höfe, ein in den Zwanzigerjahren verwirklichtes Projekt, sollten beweisen, dass Arbeit und humanes Wohnen sich durchaus miteinander verbinden lassen. Die Arbeiter sollten nicht mehr in dunklen Hinterhöfen dahinvegetieren. Eine neuzeitliche Idee, die von den Betroffenen begeistert angenommen wurde.

Heute tobt auf diesem 9.200 Quadratmeter großen Areal Tag und Nacht das pralle Leben. Boutiquen bieten todschicke Klamotten, kleine Betriebe handgefertigte Dinge, im Kino laufen die neuesten ausländischen Filme im Original und in einer Kneipe bekommen Markus und ich sogar noch echte Berliner Buletten zu einem frisch gezapften Pils.

-- Anzeige --



Der Alexanderplatz, im Volksmund schlicht „Alex“, ist nur einen Steinwurf entfernt. Was für ein Kulturschock nach der soeben besichtigten menschenfreundlichen Architektur der Hackeschen Höfe! Inmitten der in Beton gegossenen Tristesse des riesigen Platzes erhebt sich der Fernsehturm mit imposanten 368 Metern auf echtes sozialistisches Weltniveau.

Alfred Döblin, Arzt und feinsinniger Beobachter der Verhältnisse in der Weimarer Republik sowie Verfasser des berühmten Romans Berlin Alexanderplatz, würde sich heute bestimmt verwundert die Augen reiben und ausrufen: „Mein Jott, Alex, wie haste dir verändert.“ Zu seiner Zeit gab es weder die plumpe Urania-Weltzeituhr noch die „Nuttenbrosche“, wie die kesse Berliner Schnauze den Brunnen der Völkerfreundschaft so treffend nennt.

-------------------------------
Fotos: Deutsche Zentrale für Tourismus e.V./Jürgen Pollak; visitBerlin/Scholvien

Seite 1 von 3
<< < 1 2 3 > >>

Weitere interessante Artikel

Deutscher Klassiker - Die Frauenkirche - Dresdens Superstar

Am 30. Oktober 2005 wurde die Dresdner Frauenkirche wieder geweiht, nach Zerstörung im 2. Weltkrieg und Wiederaufbau. Und schon zählt das Gotteshaus zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Der Alex - Platz der Superlative im Herzen von Berlin

Das höchste Bauwerk Deutschlands - der Berliner Fernsehturm - markiert unübersehbar die Mitte der Hauptstadt. Die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz war zu DDR-Zeiten bei Verabredungen ein beliebter Treffpunkt.

Potsdamer Platz - das Herz von Berlin

Ob er zerstört war oder das pochende Herz der goldenen 20er Jahre darstellte - der Potsdamer Platz lag immer im Herzen von Berlin. Nach der Wende wurde aus der größten Baustelle Europas wieder eine strahlende Mitte.

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg - Auf den Spuren der Deutschen

Das Germanische Nationalmuseum beherbergt nicht nur die größte kulturhistorische Sammlung Deutschlands, auch als Forschungs- und Bildungsmuseum ist es von Bedeutung

Träumen im Wasserbett – mit dem Bungalowboot durch Brandenburg

Von vier Landratten, die auszogen, um dem Ruf des Abenteuers in die Wasserwildnis Brandenburgs zu folgen, und im BunBo ein unbekanntes Paradies zwischen Tom Sawyer und Robinson Crusoe entdeckten.

Suche  
Fotowettbewerb 2016
Jetzt den Kalender 2017 bestellen!
Cover 2015
Magazin hier bestellen!
Ausgabe 04/2016

Ausgabe 04/2016


Einzelausgabe
Leseprobe

Newsletter hier anmelden!





Urlaubskataloge kostenlos bestellen
  • Münster - bezaubernd alt, aufregend jung
  • Schwetzingen
  • Kassel entdecken - Stadt, Natur, Kultur und Märchen
  • Chiemsee - Hotel Gut Ising
  • Ostseeland Vorpommern
  • Dithmarschen – Echte Küste. Echtes Land.
-- Anzeige --


-- Anzeige --