Die Schweiz zu Gast in Sachsen. Die Felsformationen des Elbsandsteingebirges waren namensgebend für die Sächsische Schweiz. Erster Teil der Reise zu den Geschichten abseits des Wegesrandes.
Wie die Schweiz zu ihrem Namen kam
Wandern für Kreative - Der Malerweg; Foto: Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.Sebastian Thiel
Runzelig wie Elefantenrüssel ragen die Felstürme aus dem Wald hervor, große und kleine, schlanke und dicke. Sie fühlen sich rau an wie Schmirgelpapier. An manchen von ihnen wachsen Beulen oder steinerne Finger, andere haben wabengleiche Löcher. Die Künstler der bizarren Gebilde sind Regen, Sonne und Wind. Seit Jahrhunderten arbeiten sie schon an ihren Meisterwerken, geboren aus einer zerbrochenen Sandsteinplatte, die sich hier einst aus einem Meer erhob.
Zu den ersten, die in das faszinierende „Gebirge“ reisten, zählten zwei Schweizer Maler. Die Landschaft erinnerte die beiden so sehr an ihre Heimat, dass sie das Gebiet „sächsische Schweiz“ tauft en. Zu Füßen der verwitterten Steine mit Namen Talwächter, Mönch oder Storchennest winden sich tiefe Canyons. Felsblöcke liegen verstreut, als hätte Gulliver gekegelt und vergessen, danach wieder aufzuräumen. Aus den Ritzen des Gesteins sprießen Moosteppiche und üppiger Farn. Wenn sich dazu ein wenig Nebel gesellt, ist die Kulisse perfekt für einen Krimi – oder für ein Bild von Caspar David Friedrich. Dem Landschaftsmaler der Frühromantik kam im Elbsandsteingebirge die Idee zu seinem Selbstporträt „Wanderer über dem Nebelmeer“.
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Fotos: Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.(2)/Sebastian Thiel (1)
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