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Sehnsucht Deutschland - Film
Deutscher Klassiker - Edding in Ahrensburg

Dickes Ding - Edding markierte sich zum Filzschreiber schlecht hin; Foto: kempertrautmann

Deutscher Klassiker - Edding in Ahrensburg

Deutsche Klassiker sind Marken, die noch heute mit Herz und Hand "Made in Germany" produziert werden und für höchste Qualität und deutsche Wertarbeit im In- und Ausland stehen. Teil 6: Edding International GmbH in Ahrensburg

Text: Janika Kästner

Eine Idee geht stiften

Die Firmenväter Edding und Ledermann in den 1970er Jahren; Foto: edding International GmbH

Die Firmenväter Edding und Ledermann in den 1970er Jahren; Foto: edding International GmbH

Wo Permanentmarker draufsteht, ist auch Permanentmarker drin. Zumindest, wenn er aus dem Hause Edding stammt. Das musste auch eine Dame aus dem horizontalen Gewerbe feststellen, als sie vertrauensvoll ihrem Freier glaubte, der Stift ginge ganz leicht wieder ab. Als dieser zum Edding griff und seinen Namen – Kalle – auf ihrem Bein hinterließ, war ihr Erstaunen groß: Die unfreiwillige Körperbemalung war hartnäckiger als gedacht und Kalle blieb länger als erhofft.

Kein Wunder, denn Edding steht für dauerhaft es Markieren. Genauso wenig, wie sich der Klassiker unter den Markern einfach so wieder abwischen lässt, ist er heute vom Schreibwarenmarkt wegzudenken. Edding hat sicheinen permanenten Namen gemacht.

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Wer zum ersten Mal einen Edding inder Hand hält, mag sich fragen, woher der Name kommt. Wer oder was ist dieses E-D-D-I-N-G, ein Ed-Ding?

Die Erklärung ist ganz simpel: Mit 500 Mark in der Tasche und einer marktfähigen Idee im Kopf gründeten Carl-Wilhelm Edding und Volker Detlef Ledermann 1960 ihr Unternehmen. Sie importierten Filzschreiber aus Japan und kümmerten sich um deren Vertrieb – von ihrem Souterrain-Büro in Hamburg-Barmbek aus. Mit einer einfachen Schreibmaschine bewaffnet, trugen sie ihre Idee und das Produkt in die Welt hinaus.

Das Budget war schmal und an die Förderung von Jungunternehmern 1960 noch nicht zu denken. Nichtsdestotrotz sollten die Stifte unter einem eigenen Markennamen auf den Markt gebracht werden. Der Markenschutz für einen Kunstnamen wäre jedoch mit hohen Kosten verbunden gewesen, die Verwendung des Familiennamens eines der Gründerväter war hingegen deutlich ökonomischer. Edding, so wurde einstimmig beschlossen, klinge prägnanter und internationaler. Wird Herr Edding heute auf seinen Namen angesprochen, nickt er lächelnd und sagt: „Edding, ja, wie dieser Stift .“ Viel Rummel um seine Person macht der hanseatische Geschäftsmann dabei jedoch nicht.

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Fotos: edding International GmbH; kempertrautmann

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