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Sehnsucht Deutschland - Film
Hügellandschaft in Rheinhessen bei Udenheim; Credit: © Deutsches Weininstitut (DWI)

Rheinhessen – Im Land der tausend Hügel

Linksseitig des großen Rheinknies liegt Deutschlands größtes Weinbaugebiet – Rheinhessen. Die Region selbst bezeichnet sich als Land der tausend Hügel. Wer einmal dort war, weiß warum. Soweit das Auge reicht, bleiben hier die sanften Hügel und bizarren Reben stets im Blick.

Wo Quantität auch Qualität hervorbringt

Flörsheim-Dalsheim: Weinberge in Rheinhessen; Credit: © Deutsches Weininstitut (DWI)

Flörsheim-Dalsheim: Weinberge in Rheinhessen; Credit: © Deutsches Weininstitut (DWI)

Schnell bringt einen der Name auf die falsche Fährte. Obschon es so klingt als ob, liegt Rheinhessen dennoch nicht in Hessen, sondern in Rheinland-Pfalz. Mit einer Gesamtrebfläche von 26.000 Hektar, die förmlich auf der Zunge zergeht, ist Rheinhessen das größte Weinbaugebiet der Bundesrepublik. Rund ein Viertel der gesamten Rebfläche Deutschlands liegt damit in Rheinhessen. Aller guten Ecken sind drei: Das Gebiet erstreckt sich zwischen Bingnen, Mainz und Worms. Im Norden und Osten wird es vorm großen Rheinbogen umschlossen und liegt so am linken Ufer des großen Rheinknies.

Wer nach Rheinhessen kommt, dem scheint’s er sieht den Wald vor lauter Reben nicht. Richtig. Denn der Weinbau macht insgesamt rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Rheinhessen aus, so dass die Region zugleich das waldärmste Gebiet Deutschlands ist.

SDTV - Rheinhessen - Im Land der tausend Hügel

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Wer die Tropfen aus Rheinhessen selbst schon einmal gekostet hat, schmeckt schnell, dass Quantität nicht zwangsläufig einen Mangel von Qualität bedeutet. Aber das war nicht immer so. Manch einem mag beim Gedanken an Rheinhessen der Begriff „Liebfrauenmilch“ im Kopf erklingen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieser Wein erstmals in Worms erwähnt. Als Liebfrauenmilch durfte Wein damals ausschließlich bezeichnet werden, wenn seine Trauben in Reichweite des Schattens des Turms der Liebfrauenkirche wuchsen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Wein zunehmend an Popularität und wurde lange Zeit als exemplarisch für ausgezeichnete Qualität erachtet. Er zählte zunächst zu den besten und teuersten der deutschen Weine. Doch auf den Aufstieg folgte der Verfall. Der einstige Edeltropfen verkam zu einem billigen, meist lieblich bis süßen Massenwein, der in alle Welt exportiert wurde. Resultat war ein Imageschaden für den deutschen Wein, von dem sich die aktuelle, junge Winzergeneration in Rheinhessen jedoch erfolgreich befreien konnte. Heute ist die „echte“ Liebfrauenmilch als „Wormser Liebfrauenstift-Kirchenstück“ wieder erhältlich.

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