Nationalparks sind ein letztes Stück wilde, unberührte Natur. Bäume und Pflanzen suchen sich ihre eigenen Wege, ohne in von Menschen erdachte Grenzen gezwungen zu werden.
Flüsse und Seen finden ihre natürlichen Ufer, die nur von eigenwilligem Schilf begrenzt werden. Käfer und Schmetterlinge schwirren durch die Luft und erzeugen die wenigen Laute, die zu hören sind. Nahezu ungestörte Stille und die atemberaubende Schönheit ursprünglicher Natur. Wildnis, die wieder gewonnen und bewahrt wird.
Jeder darf sie genießen und erforschen. Nur eines darf er nicht: sie verändern. Mehr als 2.000 Oasen dieser Art finden sich auf der ganzen Welt. In mehr als 120 Ländern auf fünf Kontinenten. Deutschland hat 14 Nationalparks.
Einer davon ist der Nationalpark Jasmund.
Die Halbinsel Jasmund auf Rügen gehört zu den berühmten Charakterlandschaften Deutschlands, nicht erst seit Caspar David Friedrich den Kreidefelsen als Ikone der deutschen Romantik gemalt hatte.
Kreidefelsen und Meer, urtümliche Rotbuchenwälder, Wiesen, Moore und eine Fülle der verschiedensten Lebewesen – all das macht den Reiz von Deutschlands kleinstem Nationalpark aus.
Die Loki Schmidt-Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen hat die Blume des Jahres 2010 gewählt: die Sibirische Schwertlilie.
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