Quedlinburg liegt in Sachsen-Anhalt und gilt mit über 1.300 Fachwerkbauten aus acht Jahrhunderten, einer Reihe von Jugendstilbauten und dem historischen Stadtgrundriss als außergewöhnliches Beispiel für eine bestens erhaltene mittelalterliche Stadt. Seit 1994 ist Quedlinburg auch Weltkulturerbe der UNESCO.
Quedlinburg - deutsches Weltkulturerbe in Sachsen-Anhalt
Sagenhafte Altstadt von Quedlinburg. Foto: DZT/Eric Eichberger
Die Stadt Quedlinburg an der Straße der Romanik, nur einen Hexensprung vom Brocken auf der östlichen Seite des Harzes gelegen, war im Mittelalter eine der wichtigsten Königs- und Kaiserpfalzen. Heute ist die Stadt eines der bedeutendsten Flächendenkmale Deutschlands.
Quedlinburg ist aus einem Burgdorf und mehreren Ansiedlungen entstanden. Altstadt und Neustadt verschmolzen 1330 zu einer Doppelgemeinde mit gemeinsamer Stadtmauer. Dieses zusammenhängende städtische Gefüge mit vier alten Pfarreien und den alten Fachwerkhäusern bestimmen den Charakter des Ortes. Vom Schlossberg aus schaut man auf ein schiefverwinkeltes Spitzgiebel- und Türmchengewirr.
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Rund 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten sind erhalten. Im historischen Stadtkern sind rund 800 Häuser als Einzeldenkmäler ausgewiesen. Der größte Teil dieser Bauten, etwa 80 Prozent, stammt zu gleichen Teilen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
15 von 16 Bauten aus den Jahren 1545 bis 1597 stehen in der Altstadt, darunter der "Alte Klopstock". Der Fachwerkbau hat seinen Namen von einem der berühmten Söhne Quedlinburgs, dem Odendichter Friedrich Gottlieb Klopstock.
Als "architektonisches Meisterwerk der Romanik" erachtet die UNESCO die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatii. Sie ist ein sichtbares Zeugnis der sächsisch-ottonischen Dynastie. In ihrem Gründungsbau wurden König Heinrich I. (936) und später auch seine Frau Mathilde (968) beigesetzt. Neben Aachen und Halberstadt beherbergt sie den wertvollsten Kirchenschatz des Mittelalters.
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Fotos: DZT/Eric Eichberger
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