Über fast vier Jahrhunderte hinweg schufen die besten Künstler ihrer Zeit im Auftrag der brandenburgisch-preußischen Herrscher ein faszinierendes Ensemble von Schloss- und Gartenanlagen in der Residenzstadt Potsdam, 1990 wurde das mit dem Status Welterbe der UNESCO belohnt.
Sanssouci = ohne Sorge, der Name war und ist Programm
Neues Palais, Blick von Nordosten. Foto: SPSG
Abgesehen davon, dass Potsdam die Landeshauptstadt Brandenburgs ist, hat sich seit 1990 enorm viel getan und der ehemals allenorten zu spürende Glanz Potsdam kommt Schritt für Schritt zurück.
Der Name "Sanssouci" - französisch "ohne Sorge" - der Sommerresidenz Friedrichs II. von Preußen verrät den Wunsch des Königs nach Intimität und Einfachheit. Das auf den Weinbergterrassen 1745 bis 1747 erbaute Schloss ist der älteste Teil der Potsdamer Kulturlandschaft: ein eingeschossiger Bau, bestehend aus einer zentralen Rotunde, dem Marmorsaal, und aus zwei Seitenflügeln mit je fünf Zimmern. Dem Architekten Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff ist nicht nur der Bau von Sanssouci, sondern auch die Anlage des 290 Hektar großen Parks zu verdanken.
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In zwei Abschnitten entstanden hier die Bildgalerie im Westen und die Alte Orangerie im Osten, die 1771/74 unter dem Namen Neue Kammern zu Wohnräumen umgebaut wurden. Hinzu kamen einige kleinere Gebäude: die Grotte des Neptun und das Chinesische Teehaus.
Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) ließ Friedrich der Große am Westende in der etwa zwei Kilometer langen Hauptallee das Neue Palais im Rokokostil errichten. Andere kleine Gebäude entstanden im Park: der Antikentempel, der Freundschaftstempel, das Belvedere und der Drachenpavillon (1770).
Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) setzte Friedrichs II. Bauaktivitäten fort. Der Park wurde im Süden erweitert, der Architekt Karl-Friedrich Schinkel errichtete das kleine klassizistische Schloss Charlottenhof und Peter Josef Lennés die Anlage eines romantischen Parks. Bis 1860 kamen die römischen Thermen von Schinkel und Persius hinzu, die Orangerie und die Friedenskirche.
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