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SkodaVelothon Berlin 2008 - ein Erlebnisbericht

Am Sonntag, den 25. Mai 2008 fand in der Bundeshauptstadt ein wegweisendes Straßenradrennen für Jedermann statt. Auf komplett abgesperrten Straßen! Sehnsucht Deutschland Mitarbeiter Fritz Vossiek ging an den Start, lesen Sie seinen Bericht.

Skoda Velothon - der Erlebnisbericht

Könnte DAS Rennen der Republik werden - Skoda Velothon. Logo: upsolut.de

Am Sonntag, den 25. Mai 2008 wird in der Bundeshauptstadt ein wegweisendes Straßenradrennen für Jedermann stattfinden.

Was in Städten wie Hamburg, Frankfurt oder Köln längst gelebte und geliebte Tradition ist, soll nun auch in der sportbegeisterten Hauptstadt wachsen und an die bedeutende Radsport-Historie Berlins anknüpfen.

Sehnsucht Deutschland-Mitarbeiter Fritz Vossiek ging an den Start, hier ist sein Bericht:

Nachdem ich eine Einladung bekommen hatte, in Berlin Rennrad zu fahren, musste ich erst mein Rennrad suchen, hatte es doch seit den Cyclassics in Hamburg vor knapp zwei Jahren keine besondere Aufmerksamkeit mehr erfahren. Im Keller hing das schöne Teil, schlappe Reifen, etwas eingestaubt und ohne den einen reibungslosen Ablauf garantierenden Anteil an frischem Kettenöl.

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Der Skoda Velothon Berlin, ein Radrennen für Hobbyfahrer, das schon bei seiner Premiere am gestrigen Sonntag mit dem Anspruch gestartet ist, dass größte Rennen seiner Art auf der ganzen Welt zu werden, war der richtige Anlaß, das Rad wieder auf Vordermann zu bringen.

Veranstalter sind die Jungs und Mädels von Upsolut aus Hamburg, die seit rund einem Jahrzehnt als das Nonplusultra der Sportorganisation gelten, Megaevents wie das Radrennen Cyclassics und der Hamburg City Man Triathlon gehen auf deren Initiative und Organisation zurück.

Jetzt also Berlin. 10.000 Teilnehmer haben für die Erstlingsveranstaltung gemeldet, sie alle wollen auf der Straße des 17. Juni starten, durchs Brandenburger Tor rollen und dann eine Strecke erleben, die nahezu an sämtlichen Sehenswürdigkeiten Berlins vorbeiführt.

Sogar in der Hauptstadt ist am Sonntag um 7.30 h wenig los, anders gestern, der Bereich um das Brandenburger Tor, Unter den Linden und den Reichstag ist voll mit Rennradfahrern, die sich in ihren Startblöcken rechtzeitig für den gegen 9 h erfolgenden Start in Position bringen. Freundlich beschienen von der Berliner Morgensonne, die langsam hinter dem Brandenburger Tor hochkommt, perfekte Bedingungen bei rund 22 Grad sind vorhergesagt.

Ketten surren, Trinkflaschen werden gefüllt, nervös in den Tiergarten gepinkelt, Bananen gestopft und Energieriegel auf die Rahmen geklebt, um sie im Rennen leichter futtern zu können. Es riecht nach Latschenkiefer, die rasierten Beine sind fein definiert und versprechen viele Trainingskilometer, behaarte Beine zeichen eher den echten Hobbyfahrer aus. Mich z.B.

Die Aufregung, Vorfreude und Grundnervosität entlädt sich pünktlich im Startschuss, das Feld, das in der Startaufstellung vom Brandenburger Tor bis zur Siegessäule alias Goldelse reicht, gerät langsam in Bewegung.

Über mir die Quadriga, rechts das Adlon, vor mir Unter den Linden, die Straßen sind auf der ganzen Strecke perfekt gesperrt, überall sichern Polizei und rund 1.200 Streckenposten das riesige Peloton. Kaum eine Maus würde es über die Straße schaffen, auf Gefahrstellen wird von äußert motivierten Helfern in gelben Warnwesten, gelben Flaggen und Trillerpfeifen bestens hingewiesen. Das rote Rathaus, die Gedächtniskirche fliegen vorbei, der Kudamm ist leer, alles frei für uns Radfahrer. Und zwar von 9h - 14 h.

Alleine der Startvorgang dauert bei dieser Teilnehmerzahl fast eine Stunde, da kommen die Schnellsten der 60 km - Runde schon fast wieder ins Ziel.

Ich bin aus Startblock C gestartet, Freund Steve mit geliehenem Rennrad zunächst an meiner Seite, später verlieren wir uns auf den vollen Straßen und kommen wieder an einem Schultheiss-Stand vis-a-vis des Brandenburger Tores zusammen, zufrieden, glücklich, mal wieder ein tolles Sporterlebnis gehabt zu haben, die Zeiten sind i.O., 60 schnelle Kilometer - bei gewisser Grundfitness - spüren wir doch in den Beinen, die sich jetzt nicht mehr ganz so spritzig anfühlen wie - sagen wir wohl besser - vor 10 Jahren.





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