Die Atta-Höhle gilt als eine der größten und schönsten Tropfsteinhöhlen im Lande. Mit 350.000 Touristen ist sie die meist besuchte Schauhöhle Deutschlands.
Tropfstein in der Atta-Höhle; Foto: ©Attendorner Tropfsteinhöhle
Eine kleine Ewigkeit dauert es, bis sich der Wassertropfen von der Decke der Alhambra-Halle löst und zu Boden fällt. In sich trägt er das Baumaterial für ein unvergleichliches Paradies der
Unterwelt: Mit dem aus der Erde gelösten Kalk baut Mutter Natur an einem noch winzigen Tropfstein. Und sie lässt sich Zeit: Gerade einmal ein Zentimeter wächst der Stalaktit in 100 Jahren.
Kaum vorstellbar sind für den Besucher der weltbekannten Atta-Höhle im Sauerland also die zeitlichen Dimensionen, in denen die Tropfsteinhöhle entstand, die bei Sprengarbeiten im Jahre 1907 entdeckt wurde. Die Wissenschaft spricht von einer Dauer von 450 Millionen Jahren.
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Nach dem Abstieg in die Unterwelt scheint für den Besucher die Zeit still zu stehen. In der Atta-Höhle ist kein Luftzug zu spüren. Und die Temperatur beträgt konstant 9 Grad. Im Sommer wie im Winter. Kein Lärm dringt rund 100 Meter unter der Erdoberfläche an das Ohr des staunenden Betrachters, der den Blick über die farbenprächtigen Säulen, durch die Räucherkammer mit „Schinken“ und „Würsten“ oder über die kleinen Kristallseen schweifen lässt.
40 Minuten dauert der Aufenthalt in Deutschlands schönster Tropfsteinhöhle. Doch die unvergesslichen Impressionen nimmt der Besucher mit nach Hause.
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