Nahe der Alten, der Neuen und der Pinakothek der Moderne gelegen, ergänzt das Museum Brandhorst das Museumsviertel mit beeindruckenden Werke moderner und zeitgenössischer Kunst.
Die Sammlung Brandhorst im Pinakothekenviertel
Architektonisches Highlight: Brandhorst Museum; Foto: Andreas Lechtape,© Museum Brandhorst
Gemälde, Skulpturen und Installationen bieten ästhetische Erfahrungsmöglichkeiten von ungewöhnlicher Präsenz und Vielfalt, wie sie in kaum einer anderen Sammlung privaten Ursprungs in Deutschland erlebbar sind.
Werkgruppen von ausgesuchten Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie internationalen Vertretern der Gegenwartskunst machen den besonderen Charakter dieser über 700 Kunstwerke umfassenden Sammlung aus.
Zwei Schwerpunkte bestimmen die Sammlung Brandhorst: Mit mehr als 60 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen des amerikanischen Künstlers Cy Twombly (* 1928) bietet sie den größten Überblick zur Entwicklung des amerikanischen Künstlers außerhalb der USA. Der wegweisende Protagonist der Pop Art, Andy Warhol, ist mit über 100 Arbeiten in einem in Europa wohl einzigartigen Werkpanorama vertreten.
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Während Twombly das mediterrane Umfeld mit vielen kulturhistorischen Anspielungen in verschlüsselten Andeutungen reflektiert, bevorzugt Warhol vorgeprägte Bilder aus der Medienwelt. Der subtilen Vergegenwärtigung von Geschichte von höchstem ästhetischem Anspruch steht damit ein OEuvre gegenüber, in dem vor allem Konsum, Glamour und Sensationen thematisiert werden. Dabei bedient sich Warhol einer zunehmend entpersonalisierten Formensprache und standardisierten Produktionsweise, die individuelle Merkmale vermeidet. Dagegen arbeitet Twombly bis heute auf sich allein gestellt und hat von Beginn an eine unverwechselbar eigenständige Bild- und Zeichensprache gepflegt.
Andere Positionen bereichern dieses Spektrum und erweitern es: Sigmar Polke, Georg Baselitz, Gerhard Richter, Alex Katz, Eric Fischl, Jean-Michel Basquiat, Ed Ruscha. Hinzu kommen Objekte und Installationen von Mario Merz, Jannis Kounellis, Franz West, Katharina Fritsch, Christopher Wool, Robert Gober und anderen.
In jüngster Zeit konnte darüber hinaus ein weiterer Akzent gesetzt werden durch den Erwerb der Videoarbeit Western Union: Small Boats des britischen Künstlers Isaac Julien (*1960). Mit der Präsentation dieser und anderer Gegenwartskünstler wie Mike Kelley oder Damien Hirst sucht die Sammlung Brandhorst bewusst die Auseinandersetzung mit kontroversen, jüngeren Strömungen.
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